Stellenabbau in Großbritannien
GM-Mitarbeiter sollen freiwillig gehen

Mit einem freiwilligen Abfindungs- und Vorruhestandsprogramm will General Motors 900 Arbeitsplätze – eine ganze Schicht – im britischen Werk Ellesmere Port abbauen. Auf betriebsbedingte Kündigungen soll verzichtet werden. Die Arbeitnehmervertreter befürchten, dass das erst der Anfang eines Arbeitsplatzabbaus ist.

HB ELLESMERE PORT. Als die „kosteneffizienteste Lösung bei der notwendigen Verringerung der Produktion“ bezeichnete der europäische GM-Chef Carl-Peter Forster am Mittwoch in einer Pressemitteilung die Maßnahme. Forster hatte bereits in der vergangenen Woche die Streichung der Nachtschicht in Ellesmere Port angedeutet, wollte bis zur Bestätigung aber noch die Gespräche mit den Gewerkschaften abwarten. Die Arbeitnehmervertreter hatten den Wegfall der Schicht in der 3 500 Mitarbeiter starken Fabrik der britischen Opel-Schwestermarke Vauxhall verhindern wollen. Ihre Vorschläge konnten Forster nach eigenem Bekunden aber nicht überzeugen.

In der Fabrik wird derzeit in drei Schichten das Kompaktmodell Astra produziert. Weil sich das Fahrzeug in der zweiten Hälfte des Lebenszyklus befindet, will GM die Produktion an die zurückgehende Nachfrage anpassen.

„Wir wollen allen betroffenen Mitarbeitern im Rahmen einer sozialverträglichen Lösung ein freiwilliges Paket zum Auscheiden anbieten“, kündigte Jon Browning, Chairman der britischen Marke Vauyhall an, ohne genauere Angaben zu machen. Die Anpassungen sollen nach den Sommerferien im August wirksam werden.

Der europäische Betriebsrat von GM Europe kritisierte den Stellenabbau als kurzsichtige Entscheidung des Managements. Der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen sei jedoch insbesondere für englische Gewerkschafter mit den europaweit geringsten Schutzrechten ein wichtiger Erfolg, sagte Klaus Franz, Vorsitzender des europäischen Arbeitneherforums von General Motors.

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