Stellungnahme der EnBW
„Die EnBW wird am Schiedsgerichtverfahren festhalten“

Das Handelsblatt hat die EnBW zu den Vorwürfen des Lobbyisten Andrey Bykov befragt. Lesen Sie hier die Stellungnahme des Energieunternehmens im Original.
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1) Handelsblatt Online: Ist es richtig, dass mithilfe von EnBW-Geldern diverse Wohltätigkeitsprojekte wie Kirchen, Denkmäler und Schulen in Russland finanziert wurden, und zwar über die Stiftung des „Heiligen Nikolaus“?

EnBW: Die EnBW ging davon aus, dass die von ihr geleisteten Zahlungen für den vertraglich vereinbarten Zweck, z.B. für die Beschaffung von Brennstoffen, eingesetzt wurden.

2) Hatte die EnBW davon Kenntnis, dass Herr Bykov die Hälfte der heute strittigen 130 Millionen Euro in die Stiftung gesteckt hat?

Die EnBW hat keine Kenntnis wie Vergütungen, welche von EnBW an Firmen der Bykov-Gruppe für die Erbringung von Dienstleistungen gezahlt wurden, seitens Herrn Bykov verwendet wurden.

3) Ist es richtig, dass die EnBW auf diese Weise ein gutes Geschäftsklima in Russland herstellen wollte?

Die Frage ist hinfällig, siehe Antwort zu Frage 2.

4) Stimmt es, dass aus diesem Grund der ehemalige Vorstandsvorsitzende Utz Claassen 2005 mit dem Orden der Stiftung ausgezeichnet wurde?

Für die EnBW war die russische Auszeichnung von Herrn Prof. Claassen durch den ehemaligen stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Anatoli Kulikov ein nicht unüblicher Akt im Rahmen bestehender internationaler Geschäftsbeziehungen.

5) Ist es richtig, dass mit Herrn Bykov insgesamt 34 Verträge abgeschlossen wurden über insgesamt 200 Millionen Euro?

Neben den nunmehr streitigen Verträgen haben Unternehmen der Bykov-Gruppe andere vertragliche Vereinbarungen bestimmungsgemäß erfüllt. Dies zeigt auch, dass die seitens Herrn Bykov immer wieder behauptete Scheingeschäfts-Theorie nicht zutrifft.

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  • Die offensichtlichen und unverschämten "Betrügereien" zeugen von einer Art Endzeitstimmung der Demokratie.
    Es gilt anscheinend, vorher noch richtig die Säcke voll machen.

  • ich habe keine probleme mit meinen Namen (arno wahl zu
    kommentieren und frage mch ob eine DEMOKRATIE solche Praktiker er enBW (und alle anderen) aushaelt !

  • Die Medien-Debatte um Schmiergelder und Korruption ist scheinheilig.
    Glaubt hier ein Journalist wirklich in Russland oder einem einzigen afrikanischen Land oder anderen Staaten, in denen Korruption zur Staatsräson gehört, würde eine ausländische Firme auch nur ein einziges Geschäft machen. KEIN EINZIGES!
    Die unbequeme, aber seit Jahren gut erträgliche Logik lautet: Ethik oder Geschäft.
    Alle Medien-Gutmenschen, die das kritisieren, verdanken den luxuriösen Lebensstandart auch der Korruption.
    Tut moralisch ein bisschen weh, aber nur ein bisschen.
    T.Wawerla

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