Stolpe prüft mögliche Entlastungen
Autokonjunktur leidet unter hohen Spritpreisen

Die anhaltend hohen Kraftstoffpreise in Deutschland belasten nach Ansicht des Branchenexperten Ferdinand Duddenhöffer die deutsche Autoindustrie. Bundesverkehrsminister Stolpe will angesichts der hohen Spritpreise bereits Entlastungen prüfen.

HB GELSENKIRCHEN/BERLIN. Autoforscher Duddenhöffer erwartet durch die anhaltend hohen Kraftstoffpreise in Deutschland eine sinkende Autonachfrage in Deutschland. „Die hohen Spritpreise treffen auch die Automonilkonjunktur, weil Käufer verunsichert werden.“ Im März und April sei der Autoabsatz noch günstig verlaufen. „Jetzt haben wir aber unsere Prognosen für dieses Jahr von 3,4 auf 3,3 Mill. Pkw gesenkt“, sagte der Auto-Marktforscher der Fachhochschule Gelsenkirchen und Geschäftsführer der Prognosegesellschaft für die Automobilindustrie B&B Forecast der Deutschen Presse-Agentur. Die Prognose liegt damit nur noch um rund 70 000 Wagen über 2003.

„Ich rechne damit, dass die Benzinpreise noch mindestens zwei bis drei Monate auf einem hohen Niveau bleiben“, betonte Dudenhöffer. Weitere deutliche Erhöhungen seien aber kaum zu erwarten. Die Kraftstoffpreise würden aber den Trend zum Dieselfahrzeug verstärken. „Wir gehen zügig auf einen Anteil von 50 % zu“, sagte der Wirtschaftsforscher. Derzeit liege der Zulassungsanteil bei rund 40 %.

Um die Konjunktur nicht zu beeinträchtigen schlägt Dudenhöffer der Bundesregierung einen befristeten Verzicht auf die Ökosteuer vor. „Wenn der Spritpreis wieder fällt, kann die Ökosteuer wieder eingeführt werden.“ Durch einen vorübergehende Steuerverzicht könne auch der zunehmende Tanktourismus eingedämmt werden. „Durch das Tanken in Nachbarländern geht viel Geld verloren“, sagte Dudenhöffer.

Seite 1:

Autokonjunktur leidet unter hohen Spritpreisen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%