Strom
Die Tricks der Billiganbieter

Teldafax wirkt in vielen Tarifvergleichen zwar wie der billigste Stromanbieter, – aber nur auf den ersten Blick. Beschwerden gibt es von Experten und Kunden über Tarife mit Vorauskasse, Kaution, wenig Nachhaltigkeit und schlechten Service. Ähnliche Kritik wird auch am Konkurrenten Flexstrom geübt.
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DÜSSELDORF. Das Angebot ist unschlagbar: Nur 491 Euro verlangt Teldafax in Stuttgart von einer Familie mit einem jährlichen Verbrauch von 3 300 Kilowattstunden Strom. Damit liegt der Neuling im Internet-Vergleichsportal Verivox einsam an der Spitze. Marktführer Energie Baden-Württemberg (EnBW) stellt in seinem Grundtarif fast 340 Euro mehr in Rechnung. Ganz vorn liegt Teldafax auch in anderen Städten von Hamburg bis München, von Berlin bis Frankfurt.

Die Sache hat nur einen Haken: Der Teldafax-Kunde in Stuttgart muss den Strom im Voraus zahlen – für ein ganzes Jahr. Und obendrauf verlangt der Anbieter auch noch 200 Euro Kaution.

Verbraucherschützer warnen vor solchen Geschäften. „Von Tarifen mit Vorauskasse raten wir ab“, sagt Holger Krawinkel, Energieexperte beim Verbraucherzentrale-Bundesverband (VZBV). Im Fall einer Insolvenz muss der Kunde zwar nicht im Dunkeln sitzen, denn er würde automatisch wieder Kunde des örtlichen Versorgers. Das vorgestreckte Geld aber wäre weg.

Bei niedrigen Preisen bleibt der Service oft auf der Strecke

Im Internet beschweren sich zudem immer mehr Kunden: Die Vorauskasse sei überhöht, weil ein viel zu hoher Verbrauch unterstellt werde, und bei einer Kündigung des Vertrages dauere es lange, bis man sein Geld wiederhabe. „Es werden Fantasie-Abschläge abgebucht und nicht zurückerstattet“, schreibt ein Teldafax-Kunde bei Verivox, „man wird nur hingehalten und vertröstet.“

Ein Teldafax-Sprecher räumt ein, dass es Probleme beim Service gegeben hat. Man sei eben rasant gewachsen. „Da konnten wir Kunden hin und wieder nicht schnell genug bedienen.“ Das Unternehmen arbeite daran, erneuere beispielsweise die Finanzabrechnungssoftware.

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  • FlexStrom ist eine Kriminelle Aktiengesellschaft! Nach Ablauf der Preisgarantie wird eine unverhältnismäßige Preiserhöhung fällig, wer nur ein Belieferungsjahr FlexStrom-Kunde ist bekommt den versprochenen Bonus nicht, wer sich zwei Jahre beliefern lässt hat auch nichts von dem Bonus wegen der Preiserhöhung, Sie kann mehr als doppelt so hoch sein wie der Bonus. 100 Euro Bonus und 215 Euro Preiserhöhung. Im Internet könnt Ihr alles über die Kriminelle FlexStrom AG erfahren. Sie missachten die eigenen AGBs und verweigern vertragswidrig FlexStrom-Kunden den versprochenen Bonus! Urteil vom Amtsgericht Tiergarten Geschäftsnummer: 3 C 377/10; Aktenzeichen 3041 PLs 86/11 der Amtsanwaltschaft Berlin; Landgericht Heidelberg Urteil vom 29. Dezember 2010 Aktenzeichen: 12 O 76/10 KfH; Oberlandesgericht Karlsruhe, Aktenzeichen: 6 U 7/11

  • Hinter jedem billiganbieter steckt ein Riese. Geht eine Tochter-/beteiligung pleite, muß nur viel TamTam gemacht werden. Man scheut letztlich Negativ-Propaganda ... und wird zahlen.

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