Strom- und Gasmarkt
Energie wird schon wieder teurer

Nach Preiserhöhungen zum Jahresbeginn müssen sich tausende Strom- und Gaskunden schon wieder auf steigende Preise einstellen. Einem Zeitungsbericht zufolge wollen 74 Energieversorger zum 1. Februar ihre Tarife anheben. Verbraucherschützer raten, den Anbieter zu wechseln.

HB HAMBURG. Bei Strom bedeute das für einen Durchschnittshaushalt Mehrausgaben von bis zu 23,5 Prozent. Bei Gas stiegen die Preise um bis zu 14,9 Prozent, wie die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf den Leipziger Energiemarkt-Datenlieferanten GET berichtet. Den größten Preissprung muss ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3 500 Kilowattstunden danach bei den Stadtwerken Leutershausen in Bayern hinnehmen. Die Ausgaben steigen hier um 23,5%.

Ebenfalls deutlich mehr verlangen die Stadtwerke Uelzen in Niedersachsen (plus 12,1%) und die Gemeindewerke Jestetten in Baden-Württemberg (plus 11,4%). Beim Gas müssen unter anderem Kunden der Stadtwerke Wesel in Nordrhein-Westfalen für den Grundtarif 14,9% mehr bezahlen, schreibt die Zeitung weiter.

Darüber hinaus heben auch die Stadtwerke Lübeck in Schleswig-Holstein (plus 12,2%) und die Stadtwerke Schkeuditz in Sachsen (plus 8,9%) die Tarife an. Zum Jahreswechsel hatten nach Informationen des Internet-Verbraucherportals Verivox mehr als 300 Unternehmen ihre Stromtarife erhöht, beim Gas waren es rund 250.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hält gerade beim Strom die immer neuen Preissprünge für nicht gerechtfertigt. Im Gegensatz zum Gas sei der Strompreis nicht an die Entwicklung auf dem Weltmarkt gekoppelt, sagte der vzbv-Energieexperte Holger Krawinkel. So sei die aktuelle Preisentwicklung beim Gas mit Blick auf die Bindung an den hohen Ölpreis eher nachzuvollziehen.

Außerdem funktioniere auf dem Gasmarkt der Endkundenwettbewerb noch nicht so gut wie beim Strom. Es sei schon auffällig, dass in Regionen mit einem regen Stromwettbewerb die Tarife unter dem Niveau von Gegenden mit wenigen Wettbewerbern lägen. Zudem müsste der Strompreis tendenziell eigentlich sinken, weil die Netzgebühren zuletzt auch rückläufig gewesen seien.

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