Studie
Chemiefirmen schrecken vor Fusionen zurück

An Übernahmen oder Fusionen denken derzeit nur wenige Entscheider in der Chemieindustrie, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Ihre Kapazitäten in Asien wollen derweil fast alle Chemiefirmen aufstocken.
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FrankfurtDie europäischen Chemieunternehmen lassen angesichts der Konjunkturabkühlung zunehmen die Finger von Übernahmen und Zusammenschlüssen. Wachstum erhoffen sich die Firmen vor allem durch mehr Geschäfte mit bestehenden Abnehmern und durch neue Kunden, nur 17 Prozent setzen auch auf Zukäufe und Fusionen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag veröffentlichte Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney in Zusammenarbeit mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Fachzeitschrift CHEmanager Europe. Für die Studie wurden in den Monaten Juni und Juli 130 Führungskräfte aus 15 Ländern befragt.

„Die veränderte Erwartungshaltung spiegelt die zunehmende Vorsicht der Branche wider, die finanzielle Nachhaltigkeit von teuren Akquisitionen wird hinterfragt“, erläuterte der Chemieexperte von A.T. Kearney, Tobias Lewe. Nach wie vor spielt die Musik in der Branche vor allem in Asien. Etwa 84 Prozent der Unternehmen wollen der Studie zufolge in Fernost Kapazitäten aufstocken. Im arabischen Raum wollten dies immerhin noch 48 Prozent.

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Zeiten schnellen Wachstums sind vorbei

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