Suppenhersteller
Campbell verbrennt sich an Preiserhöhung

Der Suppenhersteller, der in Deutschland mit Erasco und Heisse Tasse in den Supermärkten vertreten ist, konnte seine US-Kunden nicht von seinen höheren Preisen überzeugen. Zu viele Dosen blieben in den Regalen stehen.
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New YorkVon hoher Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsproblemen verunsicherte US-Kunden haben dem weltgrößten Suppenhersteller Campbell nach Preisanhebungen die kalte Schulter gezeigt. Der Umsatz in der US-Suppensparte ging im ersten Geschäftsquartal um vier Prozent zurück, teilte der Konzern am Dienstag mit. Zudem setzten höhere Marketingausgaben von Konkurrenten wie General Mills Campbell zu.

Auch außerhalb der USA blieben mehr Suppendosen als im Vorjahr in den Regalen stehen. Dank guter Geschäfte mit Getränken, Soßen und Crackern fielen die Gesamterlöse jedoch nur um ein Prozent auf 2,16 Milliarden Dollar. Der Gewinn ging um fünf Prozent auf 265 Millionen Dollar zurück. Die Aktie verlor an der Wall Street mehr als sechs Prozent.

Campbell hat auf den verschärften Wettbewerb bereits mit Stellenabbau, Kürzungen bei den Werbeausgaben und dem kompletten Rückzug aus dem Russland-Geschäft reagiert. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Konzern, der durch die berühmte Stilisierung seiner schlichten Dose für Tomatensuppe durch den Künstler Andy Warhol 1962 weltweit bekannt wurde, mit Problemen. Der bereinigte Gewinn je Aktie werde um fünf bis sieben Prozent nachgeben, hieß es. In Deutschland gehören die Suppenmarken Erasco und Heisse Tasse zum Sortiment.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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