Symrise
Ausbau von Mentholproduktion stimmt zuversichtlich

Der Duft- und Aromenhersteller Symrise blickt zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. Grund ist der Ausbau seiner Mentholproduktion. Hohe Rohstoffpreise machen dem Konzern aber weiterhin zu schaffen.
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FrankfurtDer Ausbau seiner Mentholproduktion stimmt den Duft- und Aromenhersteller Symrise zuversichtlich. Das Unternehmen aus dem niedersächsischen Holzminden peilt 2012 ein Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent und eine stabile operative Rendite (Ebitda-Marge) von 20 Prozent an. Zu schaffen machen dem Konzern aber anhaltend teure Rohstoffe. „Auch im laufenden Jahr bleiben die Rohstoffpreise hoch“, sagte Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram am Mittwoch bei der Vorlage der Bilanz 2011.

An der Börse kam der Geschäftsausblick nicht gut an. Manche Analysten hatten mehr erhofft. Die Anleger konnte auch eine auf 62 (Vorjahr: 60) Cent je Aktie angehobene Dividende nicht versöhnen. Die Aktie büßte drei Prozent auf 21,74 Euro ein und war damit zweitschwächster Wert im Nebenwerteindex MDax.

Symrise will in diesem Jahr eine neue Menthol-Produktion am Stammsitz im niedersächsischen Holzminden in Betrieb nehmen. Die Nachfrage nach der Substanz, die unter anderem in Zahnpasta eingesetzt wird, war in jüngster Zeit kräftig gestiegen.

Im vergangenen Jahr setzten Symrise die sich abschwächende Konjunktur und gestiegene Rohstoffkosten zu. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank das Ergebnis (Ebitda) 2011 um fünf Prozent auf 315,9 Millionen Euro. Konzernchef Bertram zeigte sich dennoch mit der Entwicklung zufrieden. „Wir haben uns 2011 gut behauptet“, erklärte der Manager. Die operative Rendite ging auf 20 Prozent von 21,1 Prozent zurück. Seinen Nettogewinn baute Symrise dagegen aus. Geringere Finanzierungskosten nach einer Umschuldung im Jahr 2010 ließen den Jahresüberschuss um rund zehn Prozent auf 146,5 Millionen Euro ansteigen.

Der weltweit viertgrößte Hersteller von Düften und Aromen für Parfüms, Kosmetika, Lebensmittel und Haushaltsprodukte setzte 2011 mit seinen rund 5.400 Beschäftigten 1,58 Milliarden Euro um. Das sind 0,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei ging allerdings der Umsatz im Bereich Scent & Care, zu dem auch das stark vom Konjunkturklima abhängige Geschäft mit Düften für teure Parfüms gehört, leicht um 0,4 Prozent zurück. In der Aromensparte Flavor & Nutrition nahmen die Erlöse dagegen um 1,9 Prozent zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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