Tankflugzeug A330 MRTT
Airbus erhält Milliardenauftrag aus Südkorea

Das Tankflugzeug A330 MRTT hat Airbus schon seit Jahren im Programm. Jetzt erhält die Verteidigungssparte des europäischen Flugzeugbauers einen Auftrag aus Südkorea. Das bedeutet eine Schlappe für Boeing.
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SeoulDer Flugzeugbauer Airbus hat seinen Konkurrenten Boeing im Rennen um vier Tankflugzeuge für die südkoreanischen Streitkräfte ausgestochen. Der Auftrag für die Raumfahrt- und Verteidigungssparte Airbus Defence and Space habe ein Volumen von rund 1,3 Milliarden US-Dollar (knapp 1,2 Mrd Euro), teilte ein Sprecher der Rüstungsbeschaffungsbehörde des ostasiatischen Landes am Dienstag mit. Die vier Flugzeuge vom Typ A330 MRTT (Multi-Role Tanker Transport) sollen bis 2019 ausgeliefert werden.

„Dieser Auftrag wird es Airbus Defence and Space auch erlauben, eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit mit der koreanischen Industrie aufzubauen, wie sie bereits mit anderen Sparten der Airbus-Gruppe existiert“, sagte ein Sprecher der Airbus- Verteidigungssparte. Neben Boeing hatte sich auch das Unternehmen Israel Aerospace Industries um den Auftrag beworben.

Das Mehrzweck-Tank- und Transportflugzeug basiert auf der A330, bei der es sich um ein ziviles Flugzeug mittlerer bis großer Reichweite von Airbus handelt. Der Flugzeugbauer hat die A330 MRTT schon seit Jahren im Programm. Vor dem Auftrag aus Südkorea lagen nach Angaben des Unternehmens 35 Bestellungen für die A330 MRTT vor, 24 Flugzeuge seien bislang ausgeliefert worden.

Bei der Entscheidung zugunsten des Airbus-Modells spielte nach Angaben der südkoreanischen Behörde neben der Leistung angesichts der Euro-Abwertung auch der Preis eine Rolle. Mit der Anschaffung von Tankflugzeugen könne der potenzielle Einsatz südkoreanischer Kampfflugzeuge in Nordkorea erweitert werden, hieß es.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Tankflugzeug A330 MRTT: Airbus erhält Milliardenauftrag aus Südkorea"

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  • Na das wird der Ami doch zu verhindern wissen. In ihrem eigenen Land hat es ja damals auch geklappt. Und Südkorea gehört ihnen ja auch.

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