Tarifstreit
Streit um VW-Gehälter eskaliert

Der Konzernbetriebsrat von Volkswagen hat offen mit einer Eskalation des Tarifkonflikts gedroht. Im Stammwerk Wolfsburg gab es am Dienstag einen ersten Warnstreik mit 45 000 Beschäftigten.

HB WOLFSBURG. Sollte „in den nächsten Stunden“ kein vernünftiger Kompromiss gefunden werden, dann „werden wir bei Volkswagen einen Konflikt erleben, wie ihn die Geschichte dieses Unternehmens noch nicht gekannt hat“, sagte der Vorsitzende des Betriebsrates, Klaus Volkert, bei der zentralen Protestkundgebung im Stammwerk Wolfsburg vor rund 40 000 protestierenden VW- Beschäftigten.

An einem Warnstreik in Wolfsburg legten die Arbeiter für etwa drei Stunden die Arbeit nieder. Bei einer Protestkundgebung vor dem Verwaltungsgebäude, in dem auch die VW-Führung sitzt, sagte Volkert, die Gewerkschaft lasse sich bei bei den Tarifverhandlungen nicht zu „Befehlsempfängern“ machen.

„Wir wollen jetzt endlich ein Signal für eine Lösung“, sagte er. Bleibe der Vorstand bei seiner starren Haltung, dann trage er die alleinige Verantwortung für die negativen Folgen.

„Wir sehen bei einzelnen Feldern, dass wir uns annähern, wir liegen in anderen Feldern noch weit auseinander“, sagte IG Metall-Verhandlungsführer Hartmut Meine am Mittag in Hannover bei der Fortsetzung der in der Nacht vertagten Beratungen. „Wann wir fertig werden, ist noch nicht absehbar.“ Er schloss aber nicht aus, dass es in der Nacht zum Mittwoch zu einerm Ergebnis kommen könne.

Beide Seiten hätten aber die gemeinsame Zielsetzung, zu einem guten Ergebnis zu kommen. VW- Unterhändler Josef-Fidelis Senn sprach von schwierigen Verhandlungen und einem „komplizierten Programm“.

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