Tarifverhandlungen beginnen im September
VW hält an Zielen für 2004 fest

Der schwache Monat Juli hat Volkswagen nicht unerwartet getroffen. Deshalb hält Europas größter Automobilkonzern an den zuvor gesenkten Prognosen fest. Im Wachstumsmarkt China wird der Konzern den Gewinn vom letzten Jahr nicht erreichen.

HB HANNOVER. Europas größter Autobauer Volkswagen hat seine heruntergeschraubten Ziele für das Jahr 2004 bekräftigt. Im Wachstumsmarkt China bekommt VW die wachsende Konkurrenz zu spüren und wird nach Aussagen von Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch den operativen Gewinn des Vorjahres nicht erreichen. Bei den in Kürze anstehenden Tarifverhandlungen hofft VW-Chef Bernd Pischetsrieder auf eine Einigung bis Ende Oktober.

„Der schwache Monat Juli hat uns nicht unerwartet getroffen“, sagte VW-Finanzvorstand Pötsch am Mittwoch in einer Analystenkonferenz. „Wir halten selbstverständlich an unseren Zielen, die wir bei der Veröffentlichung des Ergebnisses für das erste Halbjahr gegeben haben, fest.“ VW hatte wegen der schleppenden Autokonjunktur und eines schwachen ersten Halbjahres die Prognose für das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen für 2004 auf 1,9 Milliarden Euro gesenkt. Eine Belebung des Automarktes erwartet VW-Chef Pischetsrieder zunächst aber nicht. „Die Marktbedingungen bleiben extrem schwierig“, sagte er. Das betreffe nicht nur den Massemarkt sondern auch das Premiumsegment. Die VW-Aktie lag etwas stärker als der Gesamtmarkt mit 1,34 Prozent im Minus

.

Im Wachstumsmarkt China rechnet Volkswagen nicht damit, 2004 sein Ergebnis aus dem Vorjahr wiederholen zu können. Im ersten Halbjahr war der operative Gewinn in China binnen Jahresfrist auf 251 Millionen Euro von 361 Millionen Euro zurückgegangen. „Wir werden es nicht schaffen, das operative Gewinnniveau des letzten Jahres in China zu treffen, aber wir sind zuversichtlich 2004 und auch 2005 eine imposante Zahl zu präsentieren“, sagte Pötsch. Zwischen 700 000 und 800 000 Autos will der Marktführer in China absetzen und damit etwas mehr als früher geplant. 2003 hatte VW in China knapp unter 700 000 Einheiten verkauft und für dieses Jahr mit einem Anstieg zwischen fünf und sieben Prozent gerechnet. Zuletzt hatte Volkswagen in China den Wettbewerb mit dem einhergehenden Preiskampf zu spüren bekommen und Marktanteile verloren. Experten erwarten, dass sich der Autoabsatz in China in diesem Jahr deutlich verlangsamt, nachdem er sich im vergangenen Jahr auf rund zwei Millionen Fahrzeuge verdoppelte.

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