Tausende Jobs gefährdet
VW baut Stellen in Spanien ab

Nach Medienberichten sind tausende Arbeitsplätze im Volkswagen-Werk im nordspanischen Pamplona gefährdet. Teile der dortigen Polo-Produktion sollen nach Brüssel ausgelagert werden. Das könnte auch Auswirkungen auf die deutschen VW-Standorte haben.

HB HAMBURG/WOLFSBURG. Im VOLKSWAGEN-Werk im nordspanischen Pamplona sind einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zufolge mehrere tausend Arbeitsplätze bedroht. Der VW-Konzern verlagere einen Teil der Polo- Produktion aus Pamplona in sein Brüsseler Werk, berichtet das Magazin in seiner neuen Ausgabe. Nach der Sommerpause sollen dort täglich 200 Polo montiert werden. Ein VW- Sprecher bestätigte die Zahl am Samstag. Ein weiterer Ausbau der Produktion in Brüssel sei möglich. Zu den Auswirkungen auf das Werk in Pamplona oder auf deutsche Standorte wollte sich der Sprecher nicht äußern.

In den Verhandlungen mit drei spanischen Gewerkschaften habe sich das Unternehmen auch nach 18 Monaten nicht auf einen neuen Tarifvertrag einigen können, berichtet der „Spiegel“. Die Produktion in Pamplona stocke daher immer wieder, Autos könnten nur mit Verzögerungen ausgeliefert werden.

Wenn der Polo zusätzlich in Brüssel montiert werde, könnte dies auch die Gespräche mit den deutschen Arbeitnehmervertretern beeinflussen, schreibt das Magazin. VW fordert die Rückkehr zur 35- Stunden-Woche. Wenn dadurch nicht Tausende von Arbeitsplätzen in deutschen Werken überflüssig werden sollten, müssten die Fabriken mehr Autos montieren. Sollte Brüssel den Polo bauen, könnte ein Teil der bisherigen Golf-Produktion aus Brüssel nach Wolfsburg verlagert werden.

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