Taxihersteller in Nöten
Londoner „Black Cabs“ droht das Aus

Schon seit Jahren schreibt Manganese Bronze rote Zahlen. Unter anderem der Abschwung in Großbritannien macht dem Hersteller der legendären schwarzen Londoner Taxis zu schaffen. Nun meldet der Autobauer Insolvenz an.
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LondonSie gehören zum Londoner Straßenbild wie die roten Doppeldecker-Busse oder Telefonkabinen, die schwarzen Taxis - nun droht ihnen das Aus. Der Hersteller der legendären „Black Cabs“, Manganese Bronze, ist nach Angaben eines Sprechers vom Dienstag in Finanznöten und hat beantragt, sich unter Insolvenzverwaltung zu stellen, um damit zu versuchen, das Unternehmen noch zu retten. Nach dem Scheitern der Verhandlungen über eine Finanzspritze des chinesischen Anteilseigners Geely sei ein entsprechender Antrag gestellt worden.

Dem Unternehmen geht es seit längerem nicht gut. Wegen Problemen mit der Steuerung musste Manganese erst kürzlich das neueste Modell des schwarzen Taxis, TX4, zurückrufen. Zudem machte dem Unternehmen der wirtschaftliche Abschwung in Großbritannien zu schaffen. Die Produktion werde während des Insolvenzverfahrens jedoch weitergeführt, teilte das in Coventry ansässige Unternehmen weiter mit.

Der Taxi-Hersteller beschäftigt etwa 300 Mitarbeiter. Er stellt die „Black Cabs“ seit 1948 in der englischen Industriestadt Coventry her. Dem Autobauer wird vor allem durch Mercedes und seinem Modell Vito Konkurrenz gemacht. Laut einem Bericht des „Wall Street Journals“ wurden 73 Prozent aller aktuellen Londoner Taxis von Manganese Bronze gebaut.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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