Teams sollen Integration von Gillette organisieren
Procter & Gamble hebt Gewinnziel leicht an

P&G, zu dem Marken wie Pampers, Ariel und Oil of Olaz gehören, hat von Januar bis März nicht nur besser verdient als von Analysten erwartet, sondern auch noch seine Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben. Die Börse reagierte: In New York stieg die Aktie nach der Eröffnung um 1,79 Prozent auf 54,49 Dollar.

tel FRANKFURT/M. Neuigkeiten bezüglich der im Januar bekannt gegebenen Übernahme des Rasierer-Herstellers Gillette gab es gestern wenige. Man habe Integrationsteams gebildet, sagte Finanzchef Clayton Daley in einer Telefonkonferenz. Die Aktionäre von P&G würden voraussichtlich am 13. Juni über den Deal abstimmen, die Anteilseigner von Gillette einen Tag später. Mit Gillette zusammen wird P&G einen Umsatz von mehr als 60 Mrd. Dollar erreichen und der weltweit größte Konsumgüterkonzern werden.

Doch auch ohne Gillette wächst P&G kontinuierlich: Von Januar bis März stieg der Umsatz um zehn Prozent auf 14,3 Mrd. Dollar. Der Gewinn erhöhte sich um 13 Prozent auf 1,72 Mrd. Dollar. Großen Anteil an dem Wachstum haben die Schönheits- und Haarpflegemarken des Unternehmens wie Oil of Olaz und Pantene, aber auch die 2003 mehrheitlich übernommene Wella AG Darmstadt.

Der Bereich Gesundheitsprodukte und Familienpflege wuchs ebenfalls zweistellig, auch dank Prilosec, dem freiverkäuflichen Arzneimittel gegen Sodbrennen.

Um höhere Rohstoff- und Energiekosten aufzufangen, hat Procter & Gamble unter anderem die Preise für Kaffee und Waschmittel erhöht. Analyst William Pecoriello von Morgan Stanley ist zuversichtlich, dass der Konsumgüterkonzern auch in nächster Zukunft mit den steigenden Rohstoffpreisen umgehen kann und sie teilweise an die Verbraucher weitergeben wird, was die Konkurrenz zum Nachahmen bewegen dürfte.

Konkurrent Kimberly-Clark hatte Anfang der Woche Preiserhöhungen für seine Windelmarke Huggies angekündigt und folgt damit dem Beispiel von P&G bei Pampers.

Im laufenden Quartal bis Juni will P&G im hohen einstelligen Bereich wachsen. Allerdings dürften Wechselkurseffekte durch den schwachen Dollar insgesamt zwei bis drei Prozent zum Umsatzwachstum beitragen. Procter & Gamble ist nach Reckitt Benckiser und Kimberly Clark ein weiterer großer Anbieter im Markt, der mit positiven Quartalszahlen aufwartet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%