Teils harsche Aktionärskritik
Wella-Aktionäre stimmen Beherrschungsvertrag zu

Trotz teilweise vehementer Kritik wurde am Dienstag auf der Hauptversammlung des Darmstädter Haarpflegespezialisten Wella der Beherrschungvertrag mit dem US-Mutterkonzern Procter & Gamble mit einer Mehrheit unter den Aktionären akezptiert.

HB FRANKFURT. Die Aktionäre des Darmstädter Haarpflegespezialisten Wella haben auf der Hauptversammlung am späten Dienstagabend dem Beherrschungsvertrag mit dem US-Mutterkonzern Procter & Gamble (P&G)zugestimmt. Zuvor hatte der Wella-Vorstand den Vertrag gegen teils harsche Aktionärskritik verteidigt. Eine Entscheidung über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sei indes aus Zeitgründen vertagt worden, teilte das Darmstädter Unternehmen in der Nacht zum Mittwoch mit.

Wella könne mit dem Vertrag flexibler am Markt auftreten und umfassendere Synergien erreichen, hatte Unternehmenschef Heiner Gürtler den Aktionären am Dienstag in Frankfurt erläutert. „Dies ist die Voraussetzung dafür, dass wir unseren Mitarbeitern wieder langfristige Perspektiven aufzeigen und unseren Kunden versichern können, dass Wella auch in Zukunft ein verlässlicher Partner ist.“

Aktionärsvertreter kritisierten unter anderem die Höhe der im Vertrag enthaltenen Abfindung an die Vorzugsaktionäre. Schon zu Beginn des Treffens war die Stimmung gereizt, als Aktionäre mit Geschäftsordnungsanträgen den Fortgang der Versammlung unterbrachen. Gürtler legte den Anteilseignern auch Umsatzschätzungen für die ersten fünf Monate vor. Danach schwächte sich das Wachstum im Vergleich zum Auftaktquartal ab. „Eine wirtschaftlich vernünftige Alternative zum Abschluss eines Beherrschungsvertrages zwischen der Wella AG und P&G besteht nicht“, betonte Gürtler. P&G hatte in dem Vertrag nach monatelangem Hin und Her den außenstehenden Wella-Vorzugsaktionären eine aufgestockte Barabfindung angeboten.

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