Teurer Standort
MAN will Buswerk Salzgitter umbauen

MAN sieht seine Bus-Sparte wegen der Konkurrenz aus Billiglohnländern unter Druck. Nun zieht der Konzern erste Konsequenzen.

HB SALZGITTER. Der MAN-Konzern will die Ertragskraft seiner Bussparte NEOMAN deutlich stärken und das Werk Salzgitter restrukturieren. Die Geschäftsleitung der NEOMAN Bus Gruppe habe daher Gespräche mit Betriebsrat und IG Metall aufgenommen, teilte das Unternehmen mit.

Die Ertragskraft des Busgeschäfts liege seit längerem im „kritischen Bereich“, hieß es. Die Bus- Sparte sei für MAN Nutzfahrzeuge aber von „langfristiger strategischer Bedeutung“ und müsse deshalb zukunftsfähig aufgestellt werden.

Ein Sprecher sagte, ein Stellenabbau in Salzgitter sei nicht geplant. Die Busproduktion sei aber unter Druck. Hauptgrund sei die Konkurrenz aus Billiglohnländern. Der Standort Salzgitter mit rund 1400 Beschäftigten in der Bus-Sparte sei der teuerste der acht NEOMAN-Standorte in Deutschland, Polen und der Türkei.

Die NEOMAN Bus-Gruppe erzielte 2006 einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite lag bei 2,6 Prozent. Dies sei zu wenig, um dauerhaft international wettbewerbsfähig zu sein, sagte der Unternehmenssprecher. Die mittelfristige Zielgröße bei der Umsatzrendite liegt bei rund acht Prozent.

Aus Sicht der Unternehmensspitze muss die Rentabilität in der Komplettbus-Fertigung gesteigert und die Fahrgestell-Fertigung in Salzgitter gestärkt werden, zudem sollen Synergien mit dem Geschäftsbereich Lkw stärker genutzt werden. Einzelheiten wurden nicht genannt.

Die NEOMAN Bus Gruppe ist der Geschäftsbereich Omnibus der MAN Nutzfahrzeuge Gruppe. Am MAN-Standort Salzgitter sind insgesamt rund 2900 Mehnschen beschäftigt, davon rund 1400 bei NEOMAN und rund 1500 in der Geschäftseinheit Lkw.

Die Bussparte galt bereits in der Vergangenheit jahrelang als großes Sorgenkind der Nutzfahrzeugsparte des MAN-Konzerns. Bei NEOMAN in Salzgitter hatte es bereits Restrukturierungen gegeben, dazu zählten Produktionsverlagerungen nach Polen und in die Türkei sowie ein Stellenabbau.

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