Teurer Strom und Einsparungen
Vattenfall Europe verdreifacht den Gewinn in 2005

Der teure Strom und Kostensenkungen haben die Gewinne des Energiekonzerns Vattenfall Europe im vergangenen Jahr kräftig steigen lassen. Der drittgrößte deutsche Stromkonzern, der aber unter schwedischer Kontrolle steht, will den Großteil des Geldes in neue Anlagen stecken.

HB BERLIN. Der Energieerzeuger steigerte sein Ergebnis vor Steuern von 633 auf 1,13 Mrd. Euro, wie Vorstandschef Klaus Rauscher am Montag in Berlin berichtete. Der Nettogewinn des Konzerns stieg von 266 auf 726 Mill. Euro. Auch der Umsatz verbesserte sich im Jahresvergleich: von 9,48 auf 10,54 Mrd. Euro.

Vattenfall Europe und seine Töchter dominieren den Markt in Berlin (Bewag), Hamburg (HEW) und Ostdeutschland. Das Unternehmen will nach Angaben von Vorstandschef Klaus Rauscher bis zum Jahr 2012 bis zu 5 Mrd. Euro in Kraftwerke und das Stromnetz investieren. In Sachsen soll ein Braunkohlekraftwerk und in Hamburg ein Steinkohlekraftwerk gebaut werden. Zudem beginnt der Konzern am 29. Mai mit dem Bau der Pilotanlage für ein kohlendioxid-freies Braunkohlekraftwerk im brandenburgischen Ort Schwarze Pumpe. Auch Offshore-Windanlagen in der deutschen Ost- und Nordsee plant das Unternehmen.



Rauscher wies die Vermutung zurück, der schwedische Staat bekomme als Eigentümer des Mutterkonzerns Vattenfall AB den Löwenanteil der Gewinne. „Das Geld, das wir in Deutschland verdienen, wollen wir hier ausgeben“, versicherte der Vorstandsvorsitzende. Für 2005 erhalte die Mutter eine „vergleichsweise bescheidene“ Ausschüttung von 73 Mill. Euro.

Der lange, kalte Winter habe auch im ersten Quartal 2006 für einen Gewinnanstieg gesorgt. Das bereinigte Betriebsergebnis sei von 447 auf 665 Mill. Euro gestiegen. Der Umsatz kletterte um 8,5 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro. Dies könne aber nicht auf das Gesamtjahr hochgerechnet werden, hieß es. Umsatz- und Ertragsziele nannte der Vorstand nicht.

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