Thyssen-Krupp und Tata fusionieren Stahlsparten
Vermeintlicher Befreiungsschlag

PremiumThyssen-Krupp und Tata fusionieren ihre Stahlsparten in Europa. Doch ein Befreiungsschlag ist das für den Traditionskonzern nicht. Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger zahlt einen hohen Preis. Ein Kommentar.

Nun also doch Tata Steel. Fast zwei Jahre haben Thyssen-Krupp und das indische Konglomerat über einen Zusammenschluss ihrer Stahltöchter in Europa verhandelt – die an diesem Mittwoch bekanntgegebene Absichtserklärung ist der erste wichtige Schritt auf dem Weg zu einem Joint Venture, an dessen Ende der zweitgrößte Stahlkonzern Europas nach Weltmarktführer Arcelor Mittal stehen soll.

Keine andere Option war Thyssen-Krupp-Chef Heinrich Hiesinger attraktiv genug – oder scheiterte an der Machbarkeit: ein Börsengang der Stahltochter, der Verkauf an einen Finanzinvestor oder eine Abspaltung der Industriesparten.

Von einer Fusion mit Tata verspricht sich Hiesinger niedrigere Kosten, eine höhere Produktivität und letztlich...

 
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