Thyssen-Krupp und Tata Steel
Firmenehe mit Hindernissen

PremiumThyssen-Krupp-Chef Hiesinger muss die Abhängigkeit des Konzerns vom Stahlgeschäft mindern. Proteste sind ihm angesichts der Fusionspläne mit Tata Steel sicher. Die Belegschaft fürchtet einen massiven Stellenabbau.

EssenEine gehörige Portion Durchsetzungsfähigkeit ist vielen Schwaben eigen – wenn sie einmal von etwas überzeugt sind, lassen sie sich nur noch schwerlich davon abbringen. Mit dieser Konsequenz hat auch der schwäbische Bauernsohn Heinrich Hiesinger in den vergangenen Jahren seinen Plan durchgezogen, den Essener Traditionskonzern Thyssen-Krupp grundlegend neu auszurichten. Seit seinem Amtsantritt 2011 drängt der 57-Jährige die Bedeutung des Stahls zurück und fördert stattdessen die Technologiegeschäfte rund um Aufzüge, Autokomponenten und Anlagenbau.

Kernstück von Hiesingers Reformagenda ist die Loslösung vom konjunkturanfälligen Stahlgeschäft. Seit gut anderthalb Jahren hat er mit dem indischen Konglomerat Tata über einen Zusammenschluss der beiden Stahlsparten in...

 
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