Tief in den roten Zahlen
Schwacher Dollar verhagelt Ergebnis von K+S

Der schwache Dollar hat den Salz- und Düngemittelhersteller K+S im vergangenen Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gedrückt. Anleger griffen trotzdem beherzt zu.

HB FRANKFURT. Trotz eines brummenden Geschäfts mit Kalidüngemitteln führten Probleme mit der Dollar-Kurssicherung zu einem Nettoverlust von 93,3 Mill. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Kassel mitteilte. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von 228,9 Mill. Euro zu Buche gestanden. Der operative Gewinn (Ebit 1) erhöhte sich indes um drei Prozent auf 285,7 Mill. Euro und lag damit leicht über den Analystenerwartungen. Die Dividende soll stabil bei zwei Euro bleiben.

"Berücksichtigt man, dass unser europäisches Salzergebnis aufgrund des milden Winters um knapp 75 Prozent zurückgegangen ist und sich unser US-Dollarsicherungskurs um knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr verschlechtert hat, dann bin ich mit diesem Ergebnis doch zufrieden", urteilte K+S -Vorstandschef Norbert Steiner. Der schwache Dollar zwang K+S 2007 zu mehreren Anpassungen bei den Devisenoptionen, worauf der Konzern nach einer mehrfachen Senkung seiner Ergebnisprognose schließlich sein Kurssicherungssystem umstellte.

Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen, das der weltweit zweitgrößte Salzproduzent ist und auch zu den weltgrößten Kali-Produzenten zählt, seinen Umsatz um 13 Prozent auf 3,34 Mrd. Euro. Dazu trugen höhere Düngemittelpreise sowie der 2006 übernommene südamerikanische Salzproduzent SPL bei. Für das laufende Jahr sprach der Vorstand von "vielversprechenden Perspektiven": Der Umsatz soll deutlich zulegen und das operative Ergebnis (Ebit 1) sich mindestens verdoppeln. Dabei profitiert K+S von weiteren Preisanhebungen bei Kali- und Magnesiumprodukten, die die die höheren Energie- und Rohstoff- sowie Frachtkosten mehr als wettmachen sollen.

An der Börse griffen die Anleger zu: Die Aktie legte in einem schwachen Markt am Vormittag um vier Prozent zu und war damit einer von lediglich zwei Gewinnern im Nebenwerteindex MDax.

Bei K+S fällt ein großer Teil der Gesamterlöse in Dollar an. Insgesamt gab der Konzern 2007 gut 359 Mill. Dollar aus, um neue Sicherungsgeschäfte für die Jahre 2008 bis 2010 abzuschließen sowie die für den Zeitraum erworbenen Devisenoptionen dem schwächeren Dollarkurs anzupassen. Das neue System soll für 2008 einen Sicherungskurs von mindestens 1,50 Dollar garantieren. Seiner Umsatzprognose hat K+S einen durchschnittlichen Kurs von 1,44 Dollar zugrunde gelegt.

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