Tochter des US-Konzerns Altria will mit dem Kauf von Sampoerna vom starken Zigarrettenkonsum in Indonesien profitieren
Philip Morris glaubt an die Raucher in Asien

Der US-Tabakkonzern Philip Morris will in Asien kräftig wachsen und übernimmt dazu den indonesischen Tabakkonzern TP Hanaya Mandala Sampoerna. Wie die Tochter des Nahrungsmittel- und Zigaretten-Multis Altria mitteilte, bietet sie 5,13 Mrd. Dollar für den Konzern.

WSJ/tmo NEW YORK. Sampoerna ist zweitgrößter Zigarettenanbieter in dem südostasiatischen Staat. Mit dem Kauf setzt Altria auf ein Schwellenland mit stark wachsendem Zigarettenkonsum. Dagegen kämpft der Konzern auf etablierten Märkten wie Nordamerika und Europa mit schrumpfenden Absätzen und Kritik an der gesundheitsschädigenden Wirkung des Rauchens. Im Gegensatz zum Abwärtstrend in Europa und Nordamerika bleibt das Rauchen beim überwiegenden Teil der männlichen Bevölkerung Indonesiens beliebt. Auch indonesische Frauen greifen immer öfter zur Zigarette.

„Unsere Investition in Sampoerna biete eine großartige Gelegenheit, unser Geschäft auf dem weltweit fünftgrößten und wachsenden Zigettenmarkt auszuweiten“, sagte der Chef von Philip Morris International, Andre Calantzopoulos. Im Altria-Konzern ist Philip Morris International für das Tabakgeschäft außerhalb Nordamerikas zuständig, während Philip Morris USA sich um den Heimatmarkt kümmert. Altrias Nahrungsmittelaktivitäten in der Mehrheitsbeteiligung Kraft Foods gebündelt. Philip Morris International hat nach eigenen Angaben bereits 40 Prozent der Sampoerna-Anteile von Großaktionären übernommen. Zu diesem Kreis zählt auch die Holdinggesellschaft Dubuis, die von Putera Sampoerna kontrolliert wird, einem Mitglied der Gründerfamilie Sampoerna.

Der Leiter der Researchabteilung des indonesischen Wertpapierhauses Macquarie Securities, Laksono Widodo, erwartet von dem Milliardendeal eine Signalwirkung. Der Schritt von Philip Morris reflektiere das wachsende Interesse westlicher Investoren an Indondesien und könne der Startschuss für weitere Engagements ausländischer Anleger an der Börse in der Hauptstadt Jakarta sein, sagte Widodo.

Laut Philip Morris verkaufte Sampoerna im vergangenen Jahr 41 Mrd. Zigaretten. Damit erzielte der Konzern Einnahmen von 9 Billionen Rupiah und einen operativen Gewinn von schätzungsweise 3,1 Billionen Rupiah. Der Ertrag stieg gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent. „Wir erswarten weiteres Wachstum“, sagte Philip-Morris-Vizechef David Davis gestern.

Sampoerna produziert so genannte Kretek-Zigaretten, deren Tabak mit einem gewürzähnlichen Geschmacksmittel versetzt ist. Diese Zigarettenart umfasst 92 Prozent des gesamten indonesischen Zigarettenmarktes.

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