Transparency-Deutschland-Chefin Edda Müller
„Es geht nicht darum, die Autobauer zu schonen“

PremiumDer Auto-Standort Deutschland kämpft um seine Glaubwürdigkeit, sagt Transparency-Deutschland-Chefin Edda Müller im Interview. Sie fordertet einen radikalen Wechsel bei der Zuständigkeit für Abgas-Messungen.

Frau Müller, der Autoindustrie bleibt im Diesel-Skandal wohl eine teure Hardware-Umrüstung erspart. Was halten Sie davon?
Das ist unglaublich. Offensichtlich haben die Verantwortlichen immer noch nicht erkannt, dass es nicht darum geht, die Autobauer zu schonen. Wir müssen es schaffen, dass der Automobilstandort Deutschland wieder glaubwürdig ist.

Was müsste die Bundesregierung tun, um diese Glaubwürdigkeit wieder herzustellen?
Die grundlegende Zuständigkeit bei der Zulassung neuer Autos muss sich ändern. Für die Emissionskontrolle in allen Industriezweigen sind die Umweltbehörden des Bundes und der Länder zuständig. Nur für die Autoindustrie gibt es eine Ausnahme: Dort ist das Kraftfahrbundesamt (KBA) dem Verkehrsministerium unterstellt. Es...

 
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