Triebwerkhersteller
Schwacher Dollar belastet MTU

Der Triebwerkhersteller MTU Aero Engines sieht sich ungeachtet der lebhaften Nachfrage nach zivilen Flugzeugen unter wachsendem Druck durch den Verfall des US-Dollars. Deshalb fiel der Ausblick für 2008 verhalten aus.

HB MÜNCHEN. "2007 war ein erfolgreiches Geschäftsjahr", sagte der neue Vorstandschef Egon Behle am Donnerstag in München laut Mitteilung. MTU wolle auch 2008 weiter wachsen. Die Dollarkursentwicklung könnte das Wachstum auf Euro-Basis jedoch neutralisieren. Daher seien weitere Einsparungen notwendig.

Die Zahlen für 2007 bewegten sich überwiegend im Rahmen der Erwartungen. So kletterte der bereinigte Überschuss von 121,8 Mill. Euro im Vorjahr auf 148,2 Mill. Euro. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg von 318,2 auf 392,9 Mill. Euro. Der Umsatz lag bei 2,58 Mrd. Euro nach 2,42 Mrd. im Vorjahr.

Angesichts des Gewinnzuwachses kündigte MTU eine Erhöhung der Dividende an. Sie soll im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 0,93 Euro je Aktie steigen. Außerdem will das Unternehmen weiter eigene Aktien zurückkaufen. 2007 hatte MTU 4,3 Mill. Papiere erworben, bis zum Ende des ersten Quartals 2008 soll die Zahl auf rund fünf Mill. steigen. Auf der Hauptversammlung am 30. April sollen die Aktionäre dann ein weiteres Rückkaufprogramm von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals genehmigen.

MTU profitierte zuletzt von der lebhaften Nachfrage der Fluggesellschaften, die zur Zeit viel Geld in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Flotten stecken. Der schwache Dollar macht jedoch zunehmend Probleme, da Flugzeuge üblicherweise in Dollar abgerechnet werden. MTU produziert aber überwiegend im Euro-Raum.

Umsatz und operatives Ergebnis werden für 2008 auf Vorjahresniveau erwartet. Der Überschuss soll aber auf rund 180 Mill. Euro steigen. Bereits im vergangenen Jahr sei die Umsatzrendite dank Kosteneinsparungen und Effizienzverbesserungen von 13,2 auf 15,3 Prozent gestiegen, sagte Behle. Daran müsse aber weiter gearbeitet werden. Einen wichtigen Beitrag werde das geplante neue Werk in Polen leisten, das Anfang 2009 die Arbeit aufnehmen soll.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%