Trotz anhaltender Dollarschwäche
Symrise verbucht Umsatz- und Gewinnsprung

Der Duft- und Aromenhersteller Symrise zeigt sich nach einem Umsatz- und Gewinnsprung 2007 weiter optimistisch für das laufende Jahr. Anleger können sich freuen, denn die Dividende wird unerwartet hoch ausfallen.

dpa-afx HOLZMINDEN. Der Duft- und Aromenhersteller Symrise zeigt sich nach einem Umsatz- und Gewinnsprung 2007 weiter optimistisch für das laufende Jahr. "Das alles macht uns zuversichtlich, dass unser Umsatzwachstum auch 2008 wieder deutlich über dem Branchenwachstum liegen wird", sagte Symrise-Chef Gerold Linzbach am Mittwoch laut Mitteilung. Er erwarte weiter ein durchschnittliches Umsatzwachstum von jährlich fünf bis sechs Prozent für die Jahre 2008 und 2009. Auch die Marge beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte weiter steigen. 2007 blieb Symrise trotz Umsatz- und Ertragsrekord allerdings etwas hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Trotz der anhaltenden Dollar-Schwäche steigerte die Gesellschaft 2007 das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im vergangenen Jahr um 19,7 Prozent auf 195,7 Mill. Euro. Der Umsatz kletterte um 3,7 Prozent und in lokalen Währungen um 6,2 Prozent auf 1,274 Mrd. Euro. Allerdings stagnierte der Umsatz im vierten Quartal praktisch. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich 2007 auf 272,1 (Vorjahr 243) Mill. Euro. Die Ebitda-Marge verbesserte sich von 19,8 Prozent 2006 auf 21,3 Prozent im laufenden Jahr. Damit erfüllte die Gesellschaft zwar die selbst gesteckten Ziele, blieb aber etwas hinter den Analysten-Erwartungen zurück, die bei einem Umsatz von 1,284 Mrd. ein Ebit von 197 Mill. und ein Ebitda von 274 Mill. Euro erwartet hatten.

Unter dem Strich erwirtschaftete die im MDax gelistete Gesellschaft einen Gewinn von 97,4 Mill. Euro nach einem Verlust von 90 Mill. Euro im Vorjahr. Auch hier waren die befragten Experten mit 105 Mill. Euro von einem etwas höheren Wert ausgegangen. Als Einstandsdividende will der Börsenneuling 0,50 Euro je Aktie ausschütten. Analysten hatten im Schnitt nur 0,38 Euro je Aktie erwartet. Die Aktien legten vorbörslich leicht zu. Auch der Gesamtmarkt wird etwas fester erwartet.

Die Bilanz ist nach Meinung eines Händlers "alles in allem nicht überzeugend" ausgefallen. Umsatz und Ebitda hätten leicht unter den Prognosen gelegen, die Dividende sei mit 0,50 Euro allerdings etwas höher als erwartet, sagte der Börsianer in einer ersten Reaktion. Der Ausblick biete nicht viel Neues. Auch den Zukauf des Aromengeschäfts des dänischen Anbieters Chr. Hansen sei neutral zu bewerten. Ähnlich leicht enttäuscht zeigte ich in einer ersten Reaktion auch ein Analyst. So habe das Ebitda-Wachstum im vierten Quartal an Schwung verloren. Der gegebene Ausblick liege unterdessen im Rahmen der Erwartungen.

Auch künftig setzt Linzbach auf Wachstum: Mit dem bislang größten Zukauf werde die Position in den USA und damit auf dem weltweit größten Binnenmarkt für Geschmackstoffe gestärkt. Symrise will das Aromengeschäft des dänischen Anbieters Chr. Hansen übernehmen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Behörden in den USA und Deutschland sei mit einem Abschluss im April zu rechnen. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Hansen erwirtschaftet den größten Teil seines Umsatzes mit Aromen in den USA. "Wir sind in den international schnell wachsenden Regionen der Welt präsent und werden den nordamerikanischen Markt künftig noch besser abdecken als bisher", sagte Linzbach.

Im vergangenen Jahr war das Umsatzwachstum bei Kosmetikduftstoffen (Scent & Care) mit 6,5 Prozent in lokalen Währungen auf 671,3 Mill. Euro besonders kräftig. Das Ebitda stieg hier von 113,0 Mill. auf 134,7 Mill. Euro. Grund sei insbesondere eine verbesserte Profitabilität neuer Produkte und Kostensenkungen. Der zweite Geschäftsbereich mit Lebensmittelgeschmackstoffen (Flavor & Nutrition) steigerte den Umsatz in lokalen Währungen um 5,8 Prozent auf 603,2 Mill. Euro. Das Ebitda legte von 130,3 Mill. auf 137,4 Mill. Euro zu. Grund seien insbesondere die höheren Umsätze.

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