Trotz Gewinn
Exxon enttäuscht Anleger

Die Rekordölpreise haben beim US-Ölkonzern Exxon Mobil die Gewinne sprudeln lassen - allerdings weniger, als sich Investoren erhofft hatten. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen.

HB NEW YORK. Exxon verdiente unter dem Strich in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 10,89 Milliarden Dollar - ein Plus von 17,3 Prozent. Der weltweit größte börsennotierte Konzern verfehlte aber mit seinem Gewinn je Aktie von 2,03 Dollar die Erwartungen der Analysten, die mit 2,11 Dollar je Anteilsschein gerechnet hatten. Die Anleger zeigten sich am Donnerstag entsprechend enttäuscht: Exxon-Papiere gaben vorbörslich 2,2 Prozent nach. Am Mittwoch waren sie zu 93,07 Dollar aus dem Handel gegangen.

Der Exxon-Umsatz stieg um gut ein Drittel auf 116,85 Milliarden Dollar, wie der Konzern weiter mitteilte. Im Quartal kostete das Rohöl im Schnitt 98 Dollar je Barrel und damit fast 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Doch daraus konnte Exxon weniger Gewinn schlagen als von den Anlegern erhofft, da die Margen bei der Treibstoffproduktion unter Druck gerieten.

Die Raffinerien gaben den Preisanstieg beim Rohöl nicht in vollem Maße an die Kunden weiter: So kletterten die Preise an den Zapfsäulen in den USA zwar im vergangenen Jahr um ein Drittel in die Höhe. Dieser Zuschlag machte aber eben nur weniger als die Hälfte des Preisanstiegs beim Rohöl aus. Europäische Ölkonzerne wie BP und Royal Dutch Shell hatten Anfang der Woche kräftige Gewinnzuwächse vermeldet, da sie ihrerseits stärker als erwartet vom Rekordstand der Ölpreise profitieren konnten.

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