Trotz guter Zwischenbilanz
Agfa baut 2000 Stellen ab und die Börsianer jubeln

Agfa will trotz eines deutlichen Gewinnsprungs fast 2000 Stellen streichen. Damit könne fast jeder siebte Arbeitsplatz entfallen, teilte das belgische Unternehmen am Donnerstag mit. Agfa-Aktien legten knapp zehn Prozent zu.

HB BRÜSSEL. In Belgien sollen den Angaben zufolge 945 Stellen wegfallen, 615 im übrigen Europa und 430 im Rest der Welt. Agfa hatte im Juni angekündigt, bis 2008 jährlich 250 Mill. Euro einsparen zu wollen. Damals spaltete sich der Konzern in drei unabhängige Firmen auf: Gesundheit, Grafik und Materialien. Weltweit arbeiten bei Agfa etwa 14 000 Menschen.

Agfa wandelt sich schon seit dem Börsengang vor sieben Jahren, um seine Produkte von der analogen auf die digitale Technologie umzustellen. Der größte Schnitt erfolgte 2004 mit dem Verkauf der Fotofilmsparte, die besonders unter dem starken Wettbewerb der Digitalfotografie litt. Die Agfa-Photo GmbH mit Sitz in Leverkusen hat mittlerweise Insolvenz angemeldet. In seinen traditionellen Geschäftsbereichen konkurriert Agfa etwa mit Kodak und Fuji, im Bereich Gesundheit mit Siemens, Philips und General Electric.

Gleichzeitig teilte Agfa mit, seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im zweiten Quartal um 43 Prozent auf 77 Mill. Euro gesteigert zu haben. Branchenexperten hatten im Schnitt rund 25 Mill. Euro weniger erwartet. Der Nettogewinn kletterte unerwartet um 40 Prozent auf 28 Mill. Euro. Der Umsatz lag mit 859 Mill. Euro indes unter den Erwartungen der Analysten.

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