Trotz schwacher Automärkte
Zulieferer Grammer will Umsatz steigern

Der Autozulieferer Grammer will seine Erlöse 2008 um bis zu fünf Prozent steigern. Der operative Gewinn soll mindestens auf Vorjahresniveau liegen. Dennoch bekommt das Unternehmen die Schwäche auf den Automärkten zu spüren.

HB MÜNCHEN. „Der Umsatz wird auf 1,05 Mrd. Euro hinauslaufen“, sagte Finanzchef Alois Ponnath am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Dies entspräche einem Zuwachs von rund fünf Prozent. Zuvor hatte der Finanzchef von einem Plus von drei bis fünf Prozent gesprochen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde bei „32 Millionen plus“ liegen. Konkreter wollte Ponnath nicht werden.

Grammer hatte bereits im Vorjahr einen operativen Gewinn von 32 Mill. Euro erzielt. Für 2009 wollte der Konzern noch keine Prognose abgeben. Das früher ausgegebene Ziel, einen Umsatz von 1,07 Mrd. Euro und ein Ebit von 50 Mill. Euro zu erreichen, werde derzeit überprüft, sagte Vorstandschef Rolf-Dieter Kempis. „Momentan wollen wir uns nicht festlegen auf diese Zahlen.“

Wegen des Konzernumbaus hat Grammer im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang verbucht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um zehn Prozent auf 22 Mill. Euro. Der Umsatz zog dagegen um elf Prozent auf 548 Mill. Euro an. Kempis sagte, die Restrukturierung zeige in der Autosparte erste Erfolge.

Im ersten Halbjahr 2008 legten die Umsätze in allen Regionen zu; besonders gut liefen die Geschäfte den Angaben zufolge in Europa, Asien und Brasilien. Sowohl die Autosparte als auch das Segment Sitzsysteme verbuchten Zuwächse. Grammer stellt Kopfstützen, Armlehnen und Mittelkonsolen für Pkw her sowie Sitze für Lastwagen, Land- und Baumaschinen.

Während die Sparte „Seating Systems“ den operativen Gewinn deutlich steigerte, sackte im Bereich Automotive das Ebit auf 3,6 (Vorjahr: 11,3) Mill. Euro ab. Weil große Kunden wie Daimler oder BMW angekündigt haben, ihre Produktion angesichts der Schwäche in etablierten Automärkten zu drosseln, rechnet Grammer in seinem Kernsegment in den nächsten Monaten mit eher verhaltenen Geschäften.

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