Trotz Trennung
Chrysler kündigt Europa-Offensive an

Auch nach der Trennung von Daimler will Chrysler nach eigenen Angaben weiter in Europa expandieren. Zu der Strategie gehöre auch, das Händlernetz in Europa deutlich auszubauen, sagte ein Manager in einer Fachzeitschrift.

HB MÜNCHEN. Die vor dem Verkauf stehende Daimler-Tochter Chrysler will ihre Expansion in Europa auch nach der Übernahme durch Cerberus Capital Management fortsetzen. Der US-Autobauer verfüge derzeit über mehr als 1 000 Händler in Europa und will innerhalb der nächsten zwei Jahre diese Zahl um weitere 100 aufzustocken, sagte Thomas Hausch, Vice President International Sales bei Chrysler, der Fachzeitschrift „Automotive News Europe“ (ANE). Chrysler werde seine Zusammenarbeit mit den bisherigen Großhändlern und Importeuren auf dem europäischen Markt fortsetzen.

Einige Händler sähen der Trennung von Daimler sehr optimistisch entgegen, beispielsweise die 56 Vertragspartner in Spanien, erklärte Francisco Salazar Simpson, Präsident der spanischen Chrysler-Jeep- Dodge-Händlervereinigung. Die Händler erwarteten von Cerberus größere Investitionen, die die Gewinne verbessern würden.

Auch nach Meinung von Analysten könnte die bevorstehende Trennung Chrysler helfen. „Angenommen die Europa-Offensive bringt mehr Zuspruch für Chrysler, dann glaube ich, dass es vorteilhaft sein könnte, nicht mit Mercedes-Benz verbunden zu sein“, sagte Philip Wade von HWB International.

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