TV-Hersteller kürzt Umsatzprognose, verdient aber mehr
Loewe spürt die Konsumflaute

Der fränkische Fernsehgeräteproduzent Loewe stellt sich auf härtere Zeiten ein. Gestern teilte die Luxusmarke mit, der Umsatz werde dieses Jahr nur 380 Millionen Euro erreichen, das sind 20 Millionen Euro weniger als zuletzt angekündigt. Ausschlaggebend dafür sei die bevorstehende Wirtschaftsflaute sowie die Finanzkrise.

MÜNCHEN. In den ersten neun Monaten des Jahres ist das Geschäft allerdings noch glänzend gelaufen. Von Januar bis September kletterte der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um mehr als die Hälfte auf 20,5 Mio. Euro. Für das gesamte Jahr rechnet der börsennotierte Konzern nun mit einem Ebit von 28 Mio. Euro. Bisher hatte Vorstandschef Frieder Löhrer 24 Mio. Euro prognostiziert. Vergangenes Jahr hatte Loewe einen operativen Gewinn von 21 Mio. Euro eingefahren.

Nach eigenen Angaben hat das Traditionsunternehmen stark von der Fußball-Europameisterschaft im Frühjahr und den Olympischen Spielen im Sommer profitiert. Danach ist das Geschäft jedoch merklich zurückgegangen. So verkaufte Loewe im dritten Quartal nur noch Fernseher für insgesamt 80 Mio. Euro, im selben Zeitraum des Vorjahrs sind es noch knapp 90 Mio. Euro gewesen.

Doch es ist nicht nur die herannahende Krise, die den Umsatz drückt. Loewe teilte mit, sich aus Preisschlachten im Handel herauszuhalten. So soll die Rendite verbessert werden.

Die Börse wertete den höheren Gewinn gestern stärker als die gesenkte Gewinnprognose. In einem freundlichen Umfeld kletterte der Kurs um mehr als fünf Prozent auf 8,20 Euro. Damit kostet die Aktie aber weiterhin nur die Hälfte dessen, was Anleger noch vor Jahresfrist bezahlt haben.

Loewe verfolgt eine Luxusstrategie und fertigt seine Geräte im eigenen Werk in Kronach. Außer den Franken produzieren von den einheimischen Fernsehgeräte-Anbietern noch Metz und Technisat in Deutschland. jojo

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