U-Bahn-Skandal
Razzia bei Bilfinger

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs Geschäftsräume des Baukonzerns Bilfinger Berge in Wiesbaden durchsucht. Ein Mitarbeiter soll Material geklaut haben und dadurch die Katastrophe ausgelöst haben.
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KölnDie Ermittlungen richteten sich gegen einen entlassenen Polier, sagte ein Sprecher von Bilfinger Berger am Mittwoch. Bilfinger unterstütze die Ermittlungen.

Er bestätigte damit einen Bericht der "Kölnischen Rundschau". Demnach suchten die Ermittler vor allem nach möglicherweise gefälschten Vermessungsprotokollen. Interessiert hätten sie sich zudem für Aufzeichnungen von internen Gesprächen der Baufirma mit einem Polier, der im Verdacht stehe, den Diebstahl von Eisenbügeln organisiert zu haben. Diese hätten eigentlich in U-Bahn-Baustellen eingebaut werden sollen. Wegen des Verdachts der Fälschung technischer Aufzeichnungen und Betrugs wird bereits seit längerem ermittelt, unter anderem gegen Mitarbeiter von Bilfinger Berger. Mehrere von ihnen sind deswegen freigestellt worden, dem Polier wurde gekündigt.

Bilfinger ist federführend in dem Konsortium zum Bau der Kölner U-Bahn. Nahe einer Baugrube war im Frühjahr 2009 das Historische Archiv der Stadt eingestürzt. Dabei starben zwei Menschen. Der Konzern hatte Pfusch auf der Baustelle einräumen müssen. Bislang sind die Ursachen des Unglücks nicht geklärt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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