Übernahme in Norwegen
Bayer macht Übernahme von Algeta perfekt

Mit einem Paukenschlag sichert sich Bayer für 2,1 Milliarden Euro das Pharmaunternehmen Algeta und will prompt die Aktien der Osloer von der Börse nehmen. Die Aufsichtsbehörden geben grünes Licht für den Deal.
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FrankfurtBayer hat die milliardenschwere Übernahme der norwegischen Pharmafirma Algeta perfekt gemacht. Deutschlands größter Arzneimittelhersteller erhielt für sein Kaufangebot Zusagen für 97,28 Prozent der Algeta-Aktien, wie der Pharma- und Chemiekonzern am Mittwoch mitteilte. Die Leverkusener hatten für die Übernahme zur Bedingung gemacht, dass sie mindestens 90 Prozent der Algeta-Aktien einsammeln können. Für den Krebsspezialisten aus Oslo zahlt Bayer insgesamt 2,1 Milliarden Euro. Algeta-Aktionären wurden 362 norwegische Kronen je Aktie in bar geboten.

Bayer will Algeta nun von der Börse nehmen, die Algeta-Minderheitsaktionäre sollen zwangsausgeschlossen werden. Der Konzern will die Übernahme noch im ersten Quartal unter Dach und Fach bringen. Die Aufsichtsbehörden haben bereits grünes Licht für den Zukauf gegeben.

„Diese Übernahme stärkt unser Onkologie-Geschäft“, sagte Bayer-Chef Marijn Dekkers. Bayer arbeitet bereits seit 2009 mit Algeta bei dem Krebsmedikament Xofigo zusammen. Das Präparat zählt bei Bayer zu den wichtigsten Neuentwicklungen. Konzernchef Dekkers traut der Arznei – alle Therapiefelder zusammengenommen – mehr als eine Milliarde Euro Umsatz im Jahr zu. „Wir sind absolut überzeugt vom Potenzial dieses Medikaments“, erklärte er. Xofigo gibt radioaktive Alphastrahlung ab und soll so gezielt gegen Krebszellen in den Knochen wirken. Mit dem Kauf von Algeta kann Bayer künftig alle Einnahmen mit dem Mittel für sich verbuchen.

In den USA und in Europa ist Xofigo bereits zugelassen. Algeta hat aber noch weitere Substanzen in der Entwicklung. So arbeitet das Unternehmen an einem Wirkstoff, der auf der radioaktiven Substanz Thorium 227 aufbaut. Die Norweger kooperieren dabei unter anderem mit dem französischen Pharmariesen Sanofi und der Biotechfirma Ablynx aus Belgien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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