Übernahme
Norsk Hydro sicher sich HAW-Gießerei

Die Gießerei des Hamburger Aluminium-Werks HAW wird wie erwartet komplett vom norwegischen Aluminiumkonzern Norsk Hydro übernommen. Der Rest der Fabrik wird geschlossen.

HB FRANKFURT. Der Konzern kaufe die Anteile der beiden anderen Gesellschafter und werde ab dem 1. Januar Alleineigentümer der HAW-Gießerei, teilte Hydro am Donnerstag in Hamburg mit. An HAW sind der US-Aluminiumkonzern Alcoa, die Austria Metall AG (Amag) und Norsk Hydro zu je einem Drittel beteiligt. Zum Kaufpreis für die Gießerei wollte Hydro keine Aussage machen.

Im Herbst dieses Jahres war die Schließung des Hamburger Aluminium-Herstellers endgültig beschlossen worden. Die Gesellschafter hatten ein Übernahmeangebot des Stahlherstellers Georgsmarienhütte abgelehnt. Hydro hatte damals zugesichert, die Gießerei weiterzuführen. Zum Jahresende werden die beiden anderen Sparten des Werkes, Elektrolyse und Anodenbetrieb, geschlossen. Rund 450 Mitarbeiter sind davon betroffen. Bereits 2002 hatte Hydro die defizitäre HAW-Sparte Walzwerk übernommen und mehr als 50 Mill. Euro investiert. „Mit dem Kauf der Gießerei wollen wir jetzt die Zukunft des Walzwerkes festigen“, sagte ein Sprecher.

Die Schließung des HAW-Werkes begründeten die Gesellschafter mit den gestiegenen Stromkosten. Die Aluminiumschmelze verbraucht viel Energie, fast 40 Prozent der Produktionskosten entfallen auf Stromgebühren. Unter anderem war die Rettung des Konzerns wegen erfolgloser Verhandlungen mit dem Energiekonzern Vattenfall über niedrigere Strompreise gescheitert.

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