Übernahme
Pharmabranche: Abbott gibt bei Solvay nicht auf

Abbott Laboratories gibt im Bieterwettkampf um die Pharmasparte von Solvay nicht auf. Die Amerikaner sind aber nicht allein. Alles in allem steht nun eine Summe von fünf Milliarden Euro im Raum.

HB NEW YORK. Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories ist nach einem Pressebericht wieder in das Rennen um die Pharmasparte der belgischen Solvay-Gruppe eingestiegen. In einem Bieterkampf mit dem Schweizer Pharmaunternehmen Nycomed könnte der Verkauf der Pharmasparte zwischen vier und fünf Mrd. Euro einbringen, berichtet das „Wall Street Journal“. Abbott und Solvay arbeiten bereits bei der Vermarktung einiger Medikamente zusammen.

Nach früheren Informationen von dpa-AFX aus Finanzkreisen hat Nycomed bereits ein Angebot für das Pharmageschäft vorgelegt, das sich zwischen vier bis 4,5 Mrd. Euro bewegen soll. Die Übernahme soll durch Kredite, Aktien und Bargeld finanziert werden, hieß es Anfang September. Nycomed gehört einigen Beteiligungsgesellschaften - den größten Anteil hatte sich die schwedische Nordic Capital 2005 gesichert.

Neben Nycomed und Abbott interessiere sich auch die belgische UCB Group, die vor Jahren den Monheimer Arzneimittelhersteller Schwarz Pharma übernommen hat, für eine Übernahme, berichtet das Blatt weiter. Die Pharmasparte von Solvay steuerte 2008 rund 28 Prozent zum Solvay-Gesamtumsatz von 9,5 Mrd. Euro bei. Zu den Hauptprodukten gehören Herz-Kreislaufmittel, Hormonprodukte und Medikamente gegen neurologische Erkrankungen sowie Magen-Darm-Präparate.

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