Übernahme-Versuch
Hochtief begibt Wandelanleihe

Baukonzern Hochtief wehrt sich weiter gegen die feindliche Übernahme durch ACS. Nun soll eine Wandelanleihe den Deal für die Spanier zusätzlich verteuern, Analysten kritisieren die Abwehraktionen allerdings.
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DÜSSELDORF. Der Essener Baukonzern Hochtief will den Abwehrkampf gegen die Übernahme durch den spanischen Konzern ACS noch nicht aufgeben. Nach mehreren Schlappen überlegt die Hochtief-Führung nach Handelsblatt-Informationen nun, kurzfristig eine Wandelanleihe zu begeben. Das ist eine Anleihe, die nicht in Cash, sondern in Aktien zurückgezahlt wird. Die Anleihe hätte den Vorteil, dass durch die Erhöhung des Grundkapitals die Gesamtzahl der Hochtief-Aktien steigt - und damit die Übernahme für ACS deutlich teurer werden würde. Denn der spanische Konzern müsste mehr Aktien tauschen, um wie geplant über die Schwelle von 30 Prozent der Aktien zu kommen. Analysten kritisieren die Abwehraktionen von Hochtief. So erklärte Ralf Dörper, Analyst der WestLB: "Ich halte von solchen Giftpillen überhaupt nichts. Sie schädigen letztlich den Shareholder-Value, also alle Aktionäre."

Markus Hennes
Markus Hennes
Handelsblatt / Redakteur

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