Übernahme
Wettbieten um Pfizer-Sparte

Der britsche Pharmariese Glaxo-Smith-Kline (GSK) will 16 Mrd. Dollar für die Sparte für verschreibungspflichtige Medikamente seines US-Konkurrenten Pfizer bieten. Damit wird die zum Verkauf stehende Sparte richtig teuer.

FRANKFURT. Das zum Verkauf stehende Pfizer-Geschäft mit frei verkäuflichen Medikamenten wird richtig teuer. Nach Informationen aus verhandlungsnahen Kreisen plant der britische Pharmakonzern Glaxo-Smithkline eine Offerte von bis zu 16 Mrd.Dollar - das entspricht dem Vierfachen des Jahresumsatzes.

Der Markt für frei verkäufliche Medikamente gilt als wachstumsstark. Gleichzeitig birgt er ein niedrigeres finanzielles Risiko als das Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten, auf das sich Pfizer künftig konzentrieren will. Entsprechend begehrt ist die zum Verkauf stehende Sparte.

Außer Glaxo werden auch den Konsumgüterherstellern Reckitt Benckiser (Sagrotan) und Colgate Palmolive Interesse nachgesagt. In der Pharma-Industrie sollen Bayer sowie die US-Konzerne Wyeth und Johnson & Johnson zu den potenziellen Bietern gehören. Ob sich Bayer allerdings an einem Wettbieten um die Pfizer-Sparte beteiligt, gilt als zweifelhaft. Das Unternehmen hat gerade 16,5 Mrd.Euro für den Berliner Wettbewerber Schering geboten. Ein Bayer-Sprecher lehnte heute jede Stellungnahme ab.

Die Pfizer-Sparte gehört vor allem in den USA zu den führenden Anbietern frei verkäuflicher Medikamenten. Im vergangenen Jahr hatte die Sparte den Umsatz um 10 Prozent auf 3,9 Mrd. Dollar gesteigert. Neben Schmerz- und Magenmitteln zählt sie auch Shampoo und Mundwasser zu ihrem Sortiment.

Glaxo setzt in diesem Geschäftsfeld umgerechnet rund 4,4 Mrd. Dollar um und will den Bereich durch Zukäufe stärken. Im vergangenen Jahr war der größte europäische Pharmakonzern im Wettbieten um die Arzneisparte der britischen Drogeriekette Boots unterlegen.

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