Übertragung gegen Bedenken der Dornier-Familie
EADS gliedert Rüstungssparte von Dornier ein

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hat die Rüstungssparte seiner Tochter Dornier vollständig auf die Zwischengesellschaft EADS Deutschland übertragen. Allerdings droht nach der Übernahme ein Rechtsstreit mit Minderheitseigentümern aus der Dornier-Familie, die eine Umwandlung in eine reine Beteiligungsholding ohne operatives Geschäft befürchten.

HB MÜNCHEN/FRIEDRICHSHAFEN. Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hat sich die Rüstungssparte seiner Tochter Dornier komplett einverleibt. Die Sparte sei auf die Zwischengesellschaft EADS Deutschland übertragen worden, sagte ein EADS-Sprecher am Donnerstag in München und bestätigte damit Berichte der „Financial Times Deutschland“ und des „Südkuriers“ (Konstanz/Donnerstagausgaben). Es bahnt sich allerdings ein Rechtsstreit mit Minderheitseigentümern aus der Dornier-Familie an, die eine Aushöhlung des operativen Geschäfts sehen.

Das Dornier-Rüstungsgeschäft wurde als Sacheinlage in die EADS Deutschland eingebracht, im Gegenzug erhielt Dornier 21,75 Prozent der Stimmrechte an EADS Deutschland. „Wir fühlen uns überrumpelt“, sagte Rechtsanwältin Martine Dornier-Tiefenthaler der FTD. Nach ihrer Einschätzung soll das Traditionsunternehmen zu einer reinen Beteiligungsholding ohne operatives Geschäft umfunktioniert werden. „Nach erster Prüfung sehen wir uns in unseren Befürchtungen bestätigt und werden wohl eine Auseinandersetzung darüber nicht vermeiden können.“

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