Umbau bei VW-Tochter
Vier Audi-Vorstände müssen offenbar gehen

Die VW-Oberen verlieren zunehmend die Geduld mit dem Management ihrer Premium-Tochter: Bei Audi müssen wegen des Abgasskandals vier von sieben Vorständen offenbar gehen. Auch Audi-Chef Stadler gilt als angezählt.
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DüsseldorfUmbau im Audi-Vorstand: Vier Manager des Ingolstädter Autobauers müssen offenbar gehen. Finanzvorstand Axel Strotbeck, Produktionschef Hubert Waltl, Personalvorstand Thomas Sigi und Vertriebschef Dietmar Voggenreiter seien bei einer Aufsichtsratssitzung am 26. Juli über ihre Ablösung informiert worden, meldete das „Manager Magazin“ am Freitag. Nachfolger stehen dem Bericht zufolge noch nicht fest.

Bereits seit Monaten wird spekuliert, dass es bei VW-Tochter wegen des Dieselskandals und der Probleme beim Absatz personelle Konsequenzen geben wird. Hintergrund des Personalumbaus ist, dass die Muttergesellschaft in Wolfsburg mehr und mehr die Geduld mit der Führungsmannschaft von Audi verliert. Zum einen ist da der Dieselskandal, der seinen Ausgang bei der VW-Tochter Audi hat und dort über Monate hinweg nicht richtig aufgeklärt wurde.

Ein weiterer Punkt ist die schwache wirtschaftliche Entwicklung der Premiumtochter. Gegenüber Daimler und BMW hat Audi erheblich an Boden verloren.  Die Margen stehen zusätzlich unter Druck, weil das Management die chinesischen Partner gegen sich auf gebracht hat. „Dies wird uns einige Hundert Millionen Euro kosten“, klagte eine Führungskraft.

Inzwischen sind sogar die Arbeitnehmer auf Distanz zum Audi-Management gegangen. Kürzlich beklagte der Audi-Betriebsrat, über seinen mächtigen Chef Peter Mosch, eine fehlende Produktionsstrategie des Premium-Autobauers. Er tat dies nicht hinter verschlossenen Türen, sondern vor versammelter Mannschaft auf einer Betriebsversammlung.

Für den VW-Vorstand ist die Entwicklung bei Audi ein Desaster. Die Ingolstädter Tochterfirma ist mit Porsche der größte Gewinnbringer des Gesamtkonzerns. Die Erlöse von Audi braucht VW-Chef Matthias Müller, um den Konzern fit für die Zukunft zu machen. In die Entwicklung neuer Elektroantriebe und digitaler Anwendungen wird der Konzern Milliarden investieren müssen. Ohne das Geld werde die Neuausrichtung erschwert, sagte ein Manager.

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  • Jetzt rollen Köpfe. Vermutlich unter Gewährung entsprechender Abfindungen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Wir sind die Guten!

  • Ja, in Krisenzeiten zeigt es sich, dass die weisen Norddeutschen doch die sind, auf die man sich verlassen kann. Volkswagen (Wolfsburg) hat aufgezeigt, dass man schwere Probleme im Gesamt-Konzern nur lösen kann, wenn man den norddt. Fachleuten die alleinige Kontrolle übergibt.

    Wenn sich die Wellen wieder gelegt haben und Wolfsburg das Problem gelöst hat, kann man der kleinen und oft frechten Tochter ja wieder ans Rednerpult lassen, wo sie dann große Töne anschlagen dürfen. Aber das sind Redner, die Fachleute sitzen und saßen IMMER nur in Wolfsburg.

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