Umfrage
Verbände fürchten schlechtere Kreditbedingungen

Zwei von drei Wirtschaftsverbänden gehen davon aus, dass sich die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen in den kommenden drei Monaten verschlechtern werden. Das ergibt eine Umfrage der staatlichen KfW-Bankengruppe.

HB FRANKFURT. 41 Prozent der Befragten spürten bereits eine Verschlechterung der Bedingungen, im Februar hatte dies nur jeder dritte Experte angegeben. Die Verschärfung äußere sich in erster Linie in Form von vermehrt geforderten Sicherheiten, aber auch von höheren Zinsen oder höheren Anforderungen an die Offenlegung von Informationen. Davon waren einzelne Branchen wie die Automobilindustrie und Teile der Metall- und Elektroindustrie besonders stark betroffen.

Mehr als 90 Prozent der Experten gaben an, geplante Investitionen kürzen oder streichen zu wollen. Sie begründeten dies allerdings weniger mit den erschwerten Finanzierungsbedingungen, sondern vor allem mit düsteren Geschäftserwartungen.

Die überwiegende Mehrheit (79 Prozent) der Experten geht weiter davon aus, dass ein typisches Mitgliedsunternehmen des jeweiligen Verbandes derzeit keine grundsätzlichen Schwierigkeiten habe, einen Investitionskredit zu erhalten. Insofern könne weiterhin nicht von einer allgemeinen, flächendeckenden Kreditklemme gesprochen werden.

Wenn sich allerdings die Eigenkapitalposition der Banken durch Kreditausfälle, sinkende Bonität der Kunden sowie Rating- Herabstufungen von strukturierten Papieren deutlich verschlechtern sollte, könnte sich die Lage zuspitzen, erklärte die KfW. Der Chefvolkswirt der Bankengruppe, Norbert Irsch, sagte: "Dies würde die sich derzeit abzeichnende leichte konjunkturelle Erholung wegen mangelnder Finanzierungsmittel ernsthaft beeinträchtigen."

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