Umsatz und Ertrag im Quartal gesteigert
Henkel: Aktivitäten in den USA zahlen sich aus

Europas führender Waschmittelhersteller Henkel hat im dritten Quartal 2004 einen Gewinnsprung erzielt. Der Quartalsüberschuss nach Fremdanteilen stieg um 11 Prozent auf 131 Millionen Euro, teilte die Henkel KGaA am Montag in Düsseldorf mit.

HB DüSSELDORF. Der Konsumgüterkonzern Henkel will in den kommenden Jahren Umsatz und Gewinn kontinuierlich steigern. Im dritten Quartal 2004 konnte der durch Marken wie Persil oder Pritt bekannte Konzern bei Gewinn sowie Umsatz zulegen und die Erwartungen der Analysten übertreffen.

Beim Umsatz will der Henkel-Konzern Finanzchef Lothar Steinebach zufolge bis 2008 jährlich stärker als der Markt wachsen, der nach den Henkel-Projektionen um zwei bis 2,5 % zulegen soll. Henkel wolle den Umsatz ohne Zukäufe um drei bis vier Prozent pro Jahr steigern. Für Akquisitionen will der Konzern jährlich zwischen 200 und 300 Mill. € bereit halten. Die Umsatzrendite soll auf Ebit-Basis 2008 zwölf Prozent betragen. Das Ergebnis je Aktie soll jährlich um mindestens zehn Prozent zulegen. In den ersten neun Monaten 2004 konnte der Konzern diese Kennzahl um 9,2 % steigern. Auch ein Rückkauf von Aktien könnte für Henkel künftig eine Option sein, wenn die Schulden gesenkt seien und ein A-Rating langfristig sicher sei, sagte Steinebach. Die Dividendenpolitik, rund 25 % des Jahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten, will Henkel beibehalten.

Der Umsatz sei im dritten Quartal 2004 auf 2,772 (Vorjahreszeitraum: 2,371) Mrd. € gestiegen, teilte der Konzern mit. Selbst im schwierigen deutschen Markt konnte Henkel leicht zulegen. Der operative Gewinn (Ebit) stieg binnen Jahresfrist auf 202 (172) Mill. €. Der Überschuss nach Fremdanteilen legte um 32,5 % auf 131 Mill. € zu. Das Ergebnis je Vorzugsaktie stieg auf 0,92 (0,82) Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Umsatz von 2,717 Mrd. € und einem Ebit von 197 Mill. € gerechnet. „Wir haben ein sehr gutes Quartal gezeigt“, sagte Konzernchef Ulrich Lehner.

Henkel erwarte für 2004 weiter ein Ebit-Wachstum im mittleren Bereich zwischen zehn und 20 %, bekräftigte der Konzern frühere Angaben. Mit dem US-Zukauf Dial rechne Henkel mit einem währungsbereinigten Wachstum auf Ebita-Basis - also noch vor Firmenwertabschreibungen - von rund 20 %. Lehner hatte bereits im Oktober den Henkel-Mitarbeitern versichert: „Wir werden Ende des Jahres Umsatz und Gewinn wieder gesteigert haben.“ Zudem kann der Konzern noch auf einen Einmalertrag aus dem Verkauf seines Clorox-Anteils rechnen.

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