Umsatz und Gewinn wie erwartet gesteigert
Heidelberg Cement profitiert von steigenden Preisen

Das anziehende Geschäft in Osteuropa und steigende Zementpreise in Deutschland haben dem Baustoffhersteller Heidelberg Cement im zweiten Quartal zu dem erwarteten Gewinnanstieg verholfen.

HB HEIDELBERG. Das operative Ergebnis habe sich zwischen April und Juni auf 273 (Vorjahreszeitraum: 193) Mill. € verbessert, teilte Heidelberg Cement am Donnerstag mit. Die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 % auf 1,89 Mrd. €, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. „HeidelbergCement ist wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der Trend zeigt klar nach oben“, sagte Vorstandschef Hans Bauer in Heidelberg. Im ersten Halbjahr verdreifachte sich der operative Gewinn vor allem durch den Wegfall der regulären Firmenwertabschreibungen auf 240 (81) Mill. €. Ohne diesen Sondereffekt hätte das Ergebnis sich den Angaben zufolge um 77 Mill. € verbessert.

Unter dem Strich kehrte Heidelberg Cement im ersten Halbjahr mit 99 (minus vier) Mill. € in die Gewinnzone zurück. Der Umsatz lag in den ersten sechs Monaten mit 3,24 Mrd. € um 7,5 % über Vorjahr, um Währungseffekte und Zukäufe bereinigt lag das Plus bei 4,1 %. Das zweite Quartal habe die Erwartungen bestätigt, wonach 2004 ein deutlicher Umsatz- und Ergebnisanstieg zu erwarten sei, hieß es im Zwischenbericht. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Erlöse 2004 ordentlich zu verbessern. Das gelingt uns auch“, sagte Bauer. Dabei habe das Unternehmen auf Marktanteile verzichtet, hoffe sich diese aber bei steigenden Preisen wieder zurückzuholen. Der Umsatz soll um fünf Prozent wachsen.

In Osteuropa habe Heidelberg Cement von der Baukonjunktur in Rumänien und Polen profitiert, hieß es im Zwischenbericht. In Deutschland sank der Zement- und Klinkerabsatz zwar trotz der erstmaligen Einbeziehung des Zementwerks Bosenberg in Westfalen um fünf Prozent auf 3,4 Mill. Tonnen, der Umsatz zog aber um 6,4 % auf 387 Mill. € an. Am Ende des Jahres seien im Inland, in Österreich und der Schweiz operativ dank weiterer Einsparungen auch schwarze Zahlen zu erwarten, betonte Bauer.

Der weltweite Absatz von Zement und Klinker sprang in den ersten sechs Monaten dank der Neukonsolidierung von Indocement um 29 % auf 30,7 Mill. Tonnen. Ohne diesen Effekt hätte der Absatz um 1,8 % zugelegt. Im Gesamtjahr werde der Konzern weltweit deutlich über 60 Mill. Tonnen Zement herstellen, sagte der Vorstandschef.

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