Umsatzrückgang
Frankenstärke und Rohstoffkosten bremsen Givaudan

Die Frankenstärke und hohe Rohstoffkosten setzen dem Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan zu. In den ersten neun Monaten 2011 sanken die Umsätze. Dennoch bekräftigt das Unternehmen seine mittelfristigen Ziele.
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ZürichDer Höhenflug des Schweizer Franken und steigende Rohstoffkosten machen dem weltgrößten Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan zu schaffen. Die Umsätze sanken in den ersten neun Monaten 2011 um 9,5 Prozent auf 2,97 Milliarden Franken (2,41 Milliarden Euro), lagen damit aber noch im Rahmen der Analysten-Erwartungen. Ohne Berücksichtigung von Währungsverlusten wäre der Umsatz allerdings um 4,7 Prozent gestiegen, teilte das Schweizer Unternehmen am Dienstag mit. Gewinnzahlen wurden nicht bekannt gegeben.

Auf die gestiegenen Rohstoffkosten will Givaudan mit Preiserhöhungen reagieren: Im laufenden Jahr sollten diese ungefähr den halben und 2012 dann den gesamten Rohstoffkosten-Anstieg ausgleichen, erklärte der Genfer Konzern. Vor Givaudan hatte bereits der Konkurrent Symrise über die hohen Kosten der zugrunde liegenden Rohstoffe wie Agrarerzeugnisse und Rohöl geklagt.

Mittelfristig hat sich Givaudan zum Ziel gesetzt, den Umsatz organisch um 4,5 bis 5,5 Prozent zu steigern und damit doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt zu wachsen. Auch bei der Profitabilität will Givaudan dann Spitze sein und den Cashflow bis 2015 auf 14 bis 16 Prozent des Umsatzes drücken. Sobald der Verschuldungsgrad von 25 Prozent erreicht ist, sollen mehr als 60 Prozent des Cashflows an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Analysten lobten das gute organische Wachstum von Givaudan. Sie wiesen allerdings darauf hin, dass die geplanten Preiserhöhungen, wie bereits im dritten Quartal gesehen, auf das zukünftige Wachstumstempo drücken dürften.
Gestützt auf die gute Nachfrage aus Asien konnte insbesondere das größere Aromensegment den Umsatz in den ersten neun Monaten währungsbereinigt um fünf Prozent auf 1,58 Milliarden Franken steigern. Gleichzeitig legten die Riechstoffverkäufe organisch um 4,4 Prozent auf 1,39 Milliarden Franken zu.

An der Schweizer Börse kletterte die Givaudan-Aktie im frühen Handel gegen den Trend um gut 1,3 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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