Umsturz bei Stada
Ein Warnsignal für Manager und ihre Kontrolleure

PremiumInvestoren haben es geschafft, den Chefaufseher von Stada abzuwählen. Auch wenn die Hauptversammlung für sie kein kompletter Erfolg war, ist der Umsturz ein positives Signal für die deutsche Aktionärskultur. Eine Analyse.

„Yes, we can.“ Den Slogan, mit dem sich US-Präsident Barack Obama vor acht Jahren ins Weiße Haus kämpfte, können sich jetzt auch die Vertreter von Active Ownership Capital ans Revers heften. Beim Pharmahersteller Stada setzten sie einen weitreichenden Umbruch durch.

Die Einzelergebnisse der Hauptversammlung sprechen dabei keineswegs für einen durchschlagenden Erfolg der Angreifer. Nur einer ihrer vier Kandidaten erhielt eine Stimmenmehrheit. Weder der Aufsichtsrat im Ganzen noch der Vorsitz in dem Gremium ist im Sinne der AOC-Vertreter besetzt. Aber die Aktivisten schafften das seltene Kunststück, den amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden eines MDax-Unternehmens – ganz im Stile eines amerikanischen Proxy-Fights (eines Stimmrechtskampfes um...

 
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