Unternehmensgründung
Hoher Nachholbedarf bei Innovationen

Die Zahl der Unternehmensgründungen im High-Tech-Sektor ist in Deutschland im vergangenen Jahr um 16 Prozent zurückgegangen und erreichte damit einen neuen Tiefpunkt. Dass dennoch erfolgsversprechende Ansätze entwickelt werden, zeigen drei Beispiele.

Daten per Klick abgleichen:

Wer seine Software-Anwendungen auf mehreren Computern nutzen will oder wenn mehrere Personen mit gemeinsamen Informationen arbeiten wollen, besteht das Problem des Datenabgleichs. Dafür gibt es eine neue Lösung, die dem Erfinder zumindest schon einmal ein Preisgeld von 15 000 Euro im Rahmen des Businessplan-Wettbewerbs FutureSax eingebracht hat. Man könnte das Problem wohl auch mit einem herkömmlichen Client-Server-System lösen, räumte Matthias Kandeler vom Siegerteam Syncing.net ein. Doch das wäre zu teuer.

Syncing fand nicht nur eine technische Lösung, sondern überzeugte auch mit seinem Geschäftsmodell. Die Software soll vor allem kleinen Unternehmen helfen. Das Start-Produkt von Syncing soll „die weltweit erste professionelle Lösung für den automatischen und kontinuierlichen Abgleich aller Daten des Personal Information Managers Microsoft Outlook via Internet“ sein. Termine, Kontakte, Aufgaben, E-Mails oder Notizen werden unabhängig vom Standort auch nach Offline-Zeiten vollautomatisch zwischen mehreren Computern abgeglichen.

Ganze Frucht im Glas:

Wie unterschiedlich ausgezeichnete Geschäftsideen sein können, zeigt der zweite Platz im Wettbewerb NUK Rheinland. Inga Koster, Marco Knauf und Nicolas Lecloux sind Absolventen der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in St. Augustin. Sie nahmen sich des Problems der ausgewogenen Ernährung an. Sie erkannten, dass es sehr zeitaufwendig ist, sich gesund zu ernähren. Und, dass es nicht immer jedermanns Geschmack ist.

Die Lösung: „Smoothies“. Die Bonner Jungunternehmen wollen damit Ganzfruchtsaftgetränke, die anders als herkömmliche Säfte die ganze Frucht enthalten (außer Schale und Kerne) auf den Markt bringen. Anders als die im Handel erhältlichen Übersee-Früchte reifen diese nicht im Container, sondern am Baum oder Strauch. Die erntefrische Verarbeitung und eine schonende Pasteurisation sollen eine hohe Qualität sicherstellen, die sich auch geschmacklich vom bisher Bekannten abhebt. Die Idee des dreiköpfigen Absolventeams hat nicht nur die Jury des rheinischen NUK-Wettbewerbs überzeugt, sondern inzwischen auch einige Partner aus Gastronomie und Wellnessbranche.

Kraftstoff einfacher zünden:

Es müssen nicht immer ganz neue Probleme sein, die gelöst werden. An der optimalen Verbrennung des Kraftstoffgemischs in Motoren arbeiten Entwickler und Ingenieure bereits seit Generationen. Dennoch fiel der MWI Micro Wave Ignition GmbH noch etwas Besseres ein: Die Zündung des Kraftstoffs per Mikrowellen. Das reduziert den Treibstoffeinsatz erheblich, folglich werden weniger Schadstoffe freigesetzt, weil das Gemisch vollständig verbrannt wird. Mehr als 30 Prozent weniger Kraftstoff gleich welcher Art und 80 Prozent weniger Schadstoffe sind Argumente für die Zündung per Mikrowellenstrahlung – und für den zweiten Preis im Businessplan-Wettbewerb Cyberone.

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