Unternehmerische Verantwortung wahrnehmen
BMW kämpft gegen die Aids-Seuche

Es sind Zahlen, die erschrecken: 6,6 Millionen Südafrikaner, so die jüngste Studie, sind inzwischen mit dem Human Immunodeficiency Virus (HIV) infiziert, der Aids verursacht, rund 500 000 davon akut.

HB KAPSTADT. Nicht nur Südafrika hat ein Aidsproblem. Aber es ist weltweit die einzige betroffene Nation mit einer stark industrialisierten Wirtschaft. Manche Branchen wie der Bergbau müssen damit rechnen, in den nächsten Jahren bis zu ein Drittel ihrer Belegschaft durch die Seuche zu verlieren, sagt Natalie Mayet, die bereits vor zehn Jahren, als die Epidemie das südliche Afrika erreichte, als Ärztin in Johannesburg arbeitete. Seit vier Jahren leitet die Ärztin das HIV/Aids-Programm bei BMW Südafrika – und hat entscheidend dazu beigetragen, dass viel weniger Beschäftigten der südafrikanischen BMW-Fabrik sterben als im Durchschnitt des gesamten Landes.

Es ist ihr gelungen, unter der Belegschaft der Fabrik von Rosslyn eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen. Alle Testergebnisse bleiben geheim und sind nur Mayet und ihren engsten Mitarbeitern bekannt. Für Kollegen, Vorgesetzte und Manager bleiben die Infizierten anonym.

Mittlerweile wissen über 90 Prozent der rund 3 000 Werksangestellten um ihren HIV-Status, was weltweit ein fast einzigartiges Resultat ist. Um die großen Vorbehalte zu überwinden, ließ sich der Vorstand von BMW Südafrika vor vier Jahren öffentlich vor der Belegschaft testen, was die Hemmschwelle stark senkte. Mayet ist zudem stolz darauf, dass niemand sozial ausgegrenzt wird wie dies in Südafrika sonst oft mit Aidskranken geschieht, weil die Krankheit mit einem schweren Stigma behaftet ist. Auch wurde kein einziger positiv getesteter Mitarbeiter entlassen.

Zwar initiiert BMW auch andere Sozialprojekte, vor allem in den Schulen des Townships Soshanguve, in dem fast 20 Prozent der Angestellten des BMW-Werks von Rosslyn leben. Gleichwohl steht der Kampf gegen Aids auf der Prioritätenliste der südafrikanischen Niederlassung ganz oben. Weder Mayet noch das BMW-Management verbergen, dass der Kampf gegen das Virus nicht nur aus reiner Wohltätigkeit sondern auch deshalb geführt wird, weil er im Interesse des Unternehmens liegt.

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