Untreueaffäre
Staatsanwaltschaft verhaftet Ex-Mitarbeiter von Daimler-Chrysler

In der Untreueaffäre bei Daimler-Chrysler hat es die erste Verhaftung gegeben. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft weitete ihre Untersuchungen aus.

HB STUTTGART. Nach Angaben der Justizbehörde vom Dienstag wird dem ehemaligen Mitarbeiter vorgeworfen, 3,5 Millionen Euro bei der „unberechtigten Vergabe eines Auftrags“ veruntreut zu haben. Es bestehe Flucht- und Verdunklungsgefahr, teilte die Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft, Tomke Beddies, als Begründung für die Verhaftung mit.

Details nannten die Justizbehörde und Daimler-Chrysler nicht. Informierten Kreisen zufolge war der Manager auf der mittleren Führungsebene „im Umfeld der Bauabteilung“ beschäftigt. Er schied Anfang des Jahres aus dem Konzern aus.

In der Affäre wird insgesamt 20 Beschuldigten - Mitarbeitern, ehemaligen Mitarbeitern und Geschäftspartnern von Daimler-Chrysler - Untreue und Bestechung vorgeworfen. Dabei geht es unter anderem um Bauarbeiten an Privathäusern. Außerdem sollen Mitarbeiter an den offiziellen Vertriebswegen vorbei Autos verkauft und dafür Gegenleistungen erhalten haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt schon seit Anfang 2005 in dem Fall.

Am Dienstag weitete die Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben ihre Untersuchungen aus und durchsuchte im Großraum Stuttgart die Geschäftsräume zweier ehemaliger Daimler-Chrysler-Mitarbeiter sowie die eines Geschäftspartners. Die sichergestellten Unterlagen müssten noch ausgewertet werden.

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