US-Absatzzahlen
Autoindustrie im Rückwärtsgang

Die Finanzkrise beweist eindrucksvoll ihre Durchschlagkraft auf die Realwirtschaft: Nachdem am Montag die Absatzzahlen für den US-Amerikanischen Automobilmarkt vorgelegt wurden, machte sich vielerorts bestenfalls Ernüchterung breit. Ausgerechnet den ums Überleben kämpfenden Giganten GM traf es besonders hart.

HB DETROIT. Die Autokonzerne haben in den USA im Oktober so wenig wie seit 25 Jahren nicht mehr abgesetzt. General Motors erklärte, bereinigt um die Bevölkerungszahl sei der Monat sogar der schlimmste seit dem Zweiten Weltkrieg gewesen. Nur Audi konnte der Talfahrt entkommen und seine Verkäufe geringfügig um 0,3 Prozent steigern.Die übrigen deutschen Autohersteller haben im Oktober in den USA Absatzeinbußen verzeichnet. Volkswagen of America verkaufte mit 15 889 Fahrzeugen 7,9 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Seit Jahresbeginn liegt das Minus bei 0,6 Prozent. Audi hingegen steigerte den Absatz leicht um 0,3 Prozent auf 7 433 Stück. Seit Jahresanfang verzeichnete Audi allerdings ein Absatzminus von 3,5 Prozent auf 73 620 Stück.

Porsche erlitt in Nordamerika einen kräftigen Absatzeinbruch. Die Auslieferungen fielen um 39 Prozent auf 1 541 Fahrzeuge. Von der Baureihe Cayenne wurden mit 766 Fahrzeugen 39 Prozent weniger ausgeliefert als ein Jahr zuvor. Bei der Baureihe Boxster betrug der Rückgang 78 Prozent auf 164 Stück, und bei der Elfer-Baureihe sank der Absatz um 40 Prozent auf 611 Fahrzeuge. Porsche kündigte in der Mitteilung an, auf einen dauerhaften Bestellrückgang mit Produktionssenkungen reagieren zu können.

Bei BMW fiel der Rückgang hingegen deutlich moderater aus. Die 25 475 verkauften Fahrzeuge bedeuteten ein Minus von 5,0 Prozent. Seit Jahresbeginn sank der Absatz um 4,8 Prozent auf 261 802 Stück. Von der Marke BMW wurden mit 20 203 Fahrzeugen im Oktober 13,9 Prozent weniger verkauft. Die Marke MINI verzeichnete hingegen mit einem Plus von 56,4 Prozent auf 5 272 Einheiten einen rasanten Verkaufsanstieg.

Daimler verkaufte ein Viertel weniger Fahrzeuge als ein Jahr zuvor. Der Absatz fiel um 24,5 Prozent auf 17 232 Autos. Ohne die Einführung der Marke smart wäre der Rückgang noch stärker ausgefallen, denn die Marke Mercedes-Benz verbuchte ein Absatzminus von 34,3 Prozent auf 14 996 Prozent. Der smart wird erst seit Januar in den USA verkauft und kam im Oktober auf 2 236 verkaufte Exemplare. Seit Jahresbeginn hat Daimler damit ein Absatzplus von 4,7 Prozent auf 212 686 Autos verbucht. Die Marke Mercedes-Benz kommt hingegen auf einen Rückgang von 5,3 Prozent auf 192 294 Autos.

Die großen heimischen Hersteller verzeichneten massive Rückgänge. Beim Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) sackte die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 45 Prozent auf 170 585 Stück ab. Die Zahl der abgesetzten Pkw ging um 34 Prozent auf 73 466 Exemplare zurück, die Zahl der Lastwagen um 51 Prozent auf 97 119 Stück. Ford meldete ein Absatzminus von 30,2 Prozent auf 132 838 Fahrzeuge. Seit Jahresbeginn sanken die Verkäufe um 18,7 Prozent auf 1,726 Millionen. Während sich der Absatz der Marke Volvo mehr als halbierte, lag das Minus bei den Marken Ford, Lincoln und Mercury bei 29,2 Prozent.

Der große japanische Hersteller Toyota musste ebenfalls einen deutlichen Absatzrückgang hinnehmen. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge sank um 25,9 Prozent auf 152 101. Von der Marke Toyota wurden mit 135 818 Stück 24,2 Prozent weniger verkauft. Die Marke Lexus verzeichnete ein Minus von 37,6 Prozent auf 16 283 Stück.

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