US-Motorradbauer
Harley-Davidson gibt Agusta und Buell auf

Vollbremsung bei Harley-Davidson: Der kriselnde US-Motorradhersteller gibt in der Not seine beiden Traditionsmarken MV Agusta und Buell auf. Die Zukunft, die beide vor sich haben, unterscheidet sich aber erheblich.

HB MILWAUKEE/VARESE. Für die italienischen MV-Agusta-Maschinen sucht Harley nach nur gut einem Jahr im Konzern bereits wieder einen Käufer. Die US-Marke Buell wird ganz eingestellt.

"Wir müssen uns auf die Harley-Davidson konzentrieren", sagte Konzernchef Keith Wandell am Donnerstag am Sitz in Milwaukee (Wisconsin). Der Kult-Hersteller ist auf steiler Talfahrt: Der Überschuss sei im dritten Quartal erneut um fast 85 Prozent auf nur noch 26 Mio. Dollar (17 Mio Euro) eingebrochen. Der Umsatz fiel um mehr als ein Fünftel auf 1,1 Mrd. Dollar.

Der weltweite Absatz der Marke Harley sank zuletzt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um weitere 21 Prozent auf knapp 64 000 Stück. Immerhin habe sich der Rückgang zum Vorquartal (minus 30 Prozent) etwas verlangsamt.

Harley-Davidson hatte MV Agusta erst Mitte 2008 übernommen. Die Maschinen der Italiener mit Sitz in Varese zählen zu den Klassikern in der Motorrad-Geschichte. Im dritten Quartal verkaufte Harley insgesamt allerdings nur 1850 Agusta- und Buell-Modelle. Ein Jahr zuvor waren es noch fast 2800. Getrennte Zahlen nannte Harley nicht.

Mit dem Ende der Buell-Produktion verlieren weitere 180 Mitarbeiter ihren Job. Harley-Davidson hatte bereits zuvor im gesamten Konzern Produktion und Kosten drastisch gedrosselt und fast 3000 Stellen gestrichen.

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