US-Ölförderer
CNOOC will Unocal-Jobs erhalten

Der chinesische Ölkonzern China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) will im Falle einer Übernahme des Rivalen Unocal praktisch alle Arbeitsplätze erhalten. Diese Zusage habe CNOOC bei früheren Verhandlungen mit Unocal gemacht, berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf Verhandlungskreise.

tmo NEW YORK. CNOOC beantragte am Freitag beim amerikanischen Komitee für Auslandsinvestitionen (CFIUS) die Prüfung seines 18,5 Mrd. Dollar schweren Übernahmeangebots für Unocal. In dem Komitee sitzen mehrere US-Bundesminister, die politisch heikle Wirtschaftstransaktionen aus nationalem Interesse untersagen können. Am Donnerstag hatten Vertreter des US-Repräsentantenhauses die Übernahme eines US-Ölförderers durch einen chinesischen Staatskonzern als Gefahr für die nationale Sicherheit bezeichnet und US-Präsident George W. Bush eine kritische Prüfung empfohlen.

Der mehrheitlich der chinesischen Regierung gehörende Ölkonzern liefert sich einen Übernahmekampf mit dem US-Rivalen Chevron um Unocal. Der Spezialist für Tiefseebohrungen aus dem kalifornischen El Segundo hatte bereits ein Übernahmeangebot von Chevron im Wert von 16,6 Mrd. Dollar angenommen. Doch Ende Juni torpedierte die chinesische CNOOC die Transaktion mit dem höheren Gebot.

Laut Chevron-Vizechef Peter Robertson hat Chevron bereits 20 Unocal-Managern Jobgarantien gegeben. Auf niedrigerer Ebene will Chevron jedoch Arbeitsplätze streichen und so Kosten von 325 Mill. Dollar pro Jahr einsparen.

Der Chevron-Manager deutete gegenüber der „Financial Times“ zudem an, den Übernahmekampf vor die Welthandelsorganisation zu tragen. Da es sich wegen des staatlichen Hintergrunds von CNOOC nicht um eine rein geschäftliche Transaktion handele.

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