US-Qualitätsstudie
Porsche top, Audi flop

In der Qualitätswahrnehmung der US-Autokäufer haben sich die deutschen Autohersteller kräftig verbessert. Ob Mercedes, BMW oder VW – sie alle steigen laut einer Studie der Unternehmensberatung J.D. Power in der Gunst der Kunden. Der Sportwagenhersteller Porsche liegt sogar an der Spitze der Studie. Nur eine deutsche Marke verliert in der Kunst der Kunden.

HB DETROIT. Den größten Sprung nach vorne in der von der Branche mit hoher Aufmerksamkeit verfolgten Umfrage der Unternehmensberatung J.D. Power machte DaimlerChrysler mit seiner Nobelmarke Mercedes-Benz. Die Wagen des Stuttgarter Autokonzerns belegten den fünften Platz und verbesserten sich damit um 20 Plätze. Der Münchener Autobauer BMW stieg in der Gunst um fünf auf den 22. Platz. Die Marke VW machte zwei Ränge gut und rückte auf Platz 32 vor. Lediglich Audi verlor an Ansehen bei den US-Kunden: Die Ingolstädter kamen auf Platz 27, nachdem sie im Vorjahr noch neun Plätze besser waren.

Unangefochten an der Spitze liegt in der am Mittwoch veröffentlichten Studie weiter der Sportwagenbauer Porsche. An zweiter Stelle stand wie im Vorjahr die Nobelmarke Lexus des japanischen Herstellers Toyota, gefolgt von der Ford-Marke Lincoln.

Die Qualität in der Branche habe sich in den vergangenen 20 Jahren drastisch verbessert, sagte Neal Oddes von J.D. Power. Der Abstand zwischen dem besten und dem schlechtesten Hersteller in der Studie sei zunehmend geschrumpft. Alle sieben bis acht Jahre halbiere sich die Zahl der Fehler.

Bei den Massenherstellern setzte sich Honda durch, der japanische Konzern kam auf Platz vier und lag damit zwei Ränge vor seinem Rivalen, dem weltgrößten Autobauer Toyota. Der Konzern, der erst vor wenigen Monaten den US-Rivalen GM an der Spitze abgelöst hatte, war bisher für die gute Qualität seiner Autos bekannt. Angesichts des raschen Absatzwachstums stellte sich jedoch zuletzt verstärkt die Frage, ob das Unternehmen seine gute Qualität behaupten kann. Toyota-Manager verwiesen darauf, dass in der Studie von J.D. Power lediglich die ersten 90 Tage nach der Auslieferung des Autos betrachtet werden. Längerfristige Analysen sprächen eindeutig für Toyota.

Die Studie wird jährlich erhoben und gehört zu den wichtigsten Qualitätsuntersuchungen weltweit. J.D. Power basiert ihre Studie auf die Antworten von 97 000 US-Autokäufern, die ein Fahrzeug des Modelljahres 2007 gekauft haben. Die Ergebnisse der Studie werden von den erfolgreichen Autoherstellern unter anderem für die Werbung verwendet.

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