Veräußerung von AKB-Bank war steuerfrei
Steuermillionen fließen an Werhahn zurück

Die Neusser Familiengruppe Wilh. Werhahn KG erhält offenbar von den Finanzbehörden einen dreistelligen Millionenbetrag zurück. Das Geld stamme aus dem Verkauf der auf dem Gebiet der Kfz-Finanzierung tätigen AKB Holding GmbH an die spanische Banco Santander Central Hispano durch die Werhahn-Tochter Märkische Bau-Union (MBU) im Jahr 2001. Das teilte die beratende Sozietät Haarmann Hemmelrath mit.

HB DÜSSELDORF. Die Finanzbehörden hätten abschließend bestätigt, dass die Veräußerung steuerfrei gewesen sei und der Märkischen Bau-Union letztlich einen hohen steuerfreien Veräußerungsgewinn gesichert habe.

Die Düsseldorfer Oberfinanzdirektion hatte eine bei der Veräußerung der AKB -Bank gewählte Steuersparkonstruktion zunächst nicht anerkannt und dementsprechend die Märkische Bau-Union auf Zahlung von rund 480 Mill. Steuern auf den Veräußerungsgewinn verpflichtet. Die Werhahn-Tochter hatte daraufhin Einspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt und Klage gegen die Steuerberater Haarmann Hemmelrath eingereicht, um einer Verjährung möglicher Ansprüche entgegenzuwirken. Die Märkische Bau-Union warf Haarmann Hemmelrath damals mögliche steuerliche Falschberatung vor.

Die Kanzlei hatte ihrerseits Medienberichten zufolge einen Teil des Beratungsrisikos wegen der geänderten Steuergesetzgebung mit einem dreistelligen Millionenbetrag bei Versicherern gedeckt. Im Schadensfall hätte der Gerling-Konzern einen Teil der Forderungen übernehmen müssen.

„Die Entscheidung bestätigt unsere zu jeder Zeit vertretene Rechtsauffassung“, teilte Gründungspartner Wilhelm Haarmann mit. Mit der Entscheidung der Finanzbehörden habe sich der Vorwurf nun endgültig als haltlos erwiesen.

Die Werhahn-Gruppe hatte mit dem Verkauf der AKB, die im Jahr 2000 rund 720 000 Kfz-Kredite mit einem Volumen von 7,6 Mrd. DM betreute, eine strategische Neuausrichtung ihres Portfolios eingeleitet. Der Verkaufspreis betrug rund 1,1 Mrd. Euro.

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